Pixelwars
Safari revitalisiert die Font-Debatte. Den Unterschied zwischen Mac vs. PC gibt es jetzt auf jedem PC und Mac zu sehen. Und auf einmal gehts um jeden Pixel!

Es ist schon erstaunlich, wie selten eigentlich über Fonts geredet wird. Dabei haben wir die ständig vor Augen. Mit der Safari Version von Windows aber hat die Diskussion auf einmal richtig neuen Wind bekommen (oder hier oder hier). Safari Tester auf Windows (tapfere Gesellen) beschweren sich massenweise über das fontgetreuere Rendering der Buchstaben in Safari, das Apple-User seit Generationen lieben. Und niemand erklärt den Unterschied besser als Joel Spolsky (dem wir auch das Bild geklaut haben):
The difference originates from Apple’s legacy in desktop publishing and graphic design. The nice thing about the Apple algorithm is that you can lay out a page of text for print, and on screen, you get a nice approximation of the finished product. This is especially significant when you consider how dark a block of text looks. Microsoft’s mechanism of hammering fonts into pixels means that they don’t really mind using thinner lines to eliminate blurry edges, even though this makes the entire paragraph lighter than it would be in print.
Font smoothing, anti-aliasing, and sub-pixel rendering – Joel on Software
Am meisten erstaunt einen daran, dass man als Apple-User eigentlich immer schon überrascht (bis geschockt war) wie “schlecht” die Fonts auf Webseiten bei Windowsrechnern aussehen, und man gar nicht auf den Gedanken gekommen war, dass diese Art der Darstellung irgendwem vielleicht besser gefallen könnte, geschweige denn, dass der durchschnittliche Windows-User den Unterschied bislang offensichtlich kaum registriert hatte, weil Apples eben immer noch irgendwie Exoten-Rechner sind und erst jetzt, wo man sich die Unterschiede sowohl auf dem Apple (via Parallels oder Windows unter Bootcamp) und auf dem Windowsrechner (mit Safari) direkt ansehen kann, ein unerwarteter ästhetischer Clash der Font-Kulturen auf einen einstürmt, der Webdesignern vermutlich schon seit Ewigkeiten schlaflose Nächte verursacht.
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DIE WOLKE HAT 12 Kommentare zu "Pixelwars" 
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Hmm, irgendwie verhelfen die neun Kommas dem Monster-Satz am Ende auch nicht unbedingt zu mehr Qualität.
Es ist wohl Gewöhnungssache. Mir als Windows-Benutzer kommen die Fonts auf Mac immer verschwommen und unscharf vor. Jedenfalls scheint die Windows-Herangehensweise in diesem Fall pragmatischer: Die Fonts entsprechen zwar nicht mehr so genau dem Print-Pendant, sind aber auf Screens besser lesbar.
drucktypentreue verschwimmende fonts auf dem schirm kann man uebrigens auch auf einem windows-pc in vollen zuegen geniessen. einfach mal einen drucker anschliessen, der die helvetica drauf hat und dann eine seite anschauen, in deren css die font-family als “helvetica, arial, sans-serif” definiert ist. selbst quartalssaeufer werden da vergessen, dass sie noch keinen gekippt haben.
Bleibt die Frage für welches Medium man gestaltet.
Gestalte ich für den Bildschirm, habe ich gewisse technische Einschränkungen zu akzeptieren, zum Beispiel eine sehr grobe Auflösung. Ich kann mich dem beugen und Fonts machen, die darauf angepasst sind (gut), sowie die anderen »hinbiegen« (nicht so gut), dass sie ins Raster passen und scharf aussehen, oder ich kann am Print mit seiner höheren Auflösung festhalten und das eher unscharf simulieren, auch wenn ich gar nicht für Print gestalte.
Wobei sich mir der Sinn von dem nicht ganz erschließt… Programme für Printgestaltung bringen ohnehin ihre eigenen Text-Rasterer für die Bildschirmanzeige der Drucksachen mit sich, womit die Betriebssysteme eigentlich davon entbunden sind, sie könn(t)en sich auf »ihr« Medium konzentrieren und die Bildschirmdarstellung möglichst sauber machen.
Was ich sehr bezweifle. Gerade diese quetschen auf ganze Pixel lässt die Schrift unruhiger laufen. Daran stosse ich mich immer wieder, wenn ich an unter Windows Webseiten teste. Gerade zu abgebissen sieht die „Schriftenglättung“ unter Windows aus.
Es liegt oft aber auch an den Displays. Auf hochauflösenden Mac Displays sieht die Schrift so einfach besser aus. Ich war früher auch immer gegen Schriftglättung auf einem 72dpi Monitor, aber heutzutage…
so. nachdem die eben installierte 3.0.2. safari auch für mich benutzbar macht…
schock!
mein windowsauge (14 jahre oder so konditioniert) findet das font-smoothing (windows hat sowas in der systemsteuerung seit win95 glaub ich, war das erste was ich ausgeschalten habe) tatsächlich furchtbar penetrant. das kann eigentlich niemand gut finden.
17″ 72dpi crt allerdings. das mit den screens kann schon stimmen.
Das ist eine reine gewöhnungssache. Jeder fiindet erstmal das besser, womit er arbeitet.
Wenn ich jetzt als Windows XP User auf Vista umstigen würde, dann wäre es auch erstmal blöd. In 14 tagen will ich nicht mehr zzurück.
das ist bei den Fonts das selbe!
Bei mir sieht diese Seite hier in Firefox genauso aus wie in Safari. „Überschreibt“ Mac OS X die Einstellungen von Firefox, oder warum ist das so? Denn Firefox hat doch auch eine andere Rendering Engine.
Kann man bei Safari das Glätten auch ganz ausschalten? Selbst die Einstellung “Stadard” glätte wie die Hölle. Ich meine wenn man schon eine Auswahl bietet, dann sollte AUS wohl auch dabei sein, oder?
Die Debatte zum Thema ist mir dabei mal sehr egal, soll jeder halten wie er möchte, solange man mir die Wahl läßt