Koma und Ausschreitungen

Tja, weil es sich so aussergewöhnlich merkwürdig anhört zitieren wir hier mal eine Pressemitteilung der Kieler Polizeimeldung über den G-Move am Wochenende.

Sonnabend in der Zeit von 14 bis 21 Uhr hat ein
Techno-Umzug mit 13 Musik-Trucks im Kieler Innenstadtbereich stattgefunden. Etwa 30.000 zumeist jüngere Besucher begleiteten den Zug vom Ostseekai bis zum Schwedendamm und den gleichen Weg zurück.

Bevor sich die Fahrzeuge in Bewegung setzten, erkannte die Polizei in einem der Discjockeys einen mit Haftbefehl gesuchten Straftäter. Mehrere Beamte nahmen den Mann fest. Der Veranstalter fand schnell einen Ersatz am Plattenpult, so dass sich der Zug planmäßig in Bewegung setzen konnte.

Anfänglich war es eine friedlich Veranstaltung, die mit zunehmender Zeit und steigendem Alkohol- und Drogenkonsum an Aggressivität zunahm. Drei Dealer beobachteten Fahnder beim Handel und nahmen sie fest. Nach einer Raubstraftat kam es zur Festnahme von drei Tatverdächtigen.

In einem Fall setzte ein Veranstaltungsteilnehmer bei einem Streit
mit anderen sein Messer ein. Eine Person erlitt eine Schnittverletzung am Kopf. Der festgenommene Tatverdächtige kam nach den polizeilichen Maßnahmen wegen nicht ausreichender Haftgründe wieder auf freien Fuß. Er wird sich wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten haben.

Bei einer anderen Auseinandersetzung verletzte ein alkoholisierter 19-Jähriger einen jungen Mann durch Fußtritte in den Bauchbereich. Die Folgen waren so schwer, dass sich der Geschädigte einer Notoperation unterziehen musste.

Nach Beendigung des Corsos nahm die Besucherzahl sehr schnell ab, die Verkaufsstände schlossen. Die Straßenreinigung kam zum Einsatz, danach hob die Polizei die Sperrungen kurz nach 23 Uhr auf.

Eine Vielzahl von Besuchern zog es anschließend in Diskotheken, um an Aftershowpartys teilzunehmen. Während der Nacht gab es für die
Polizei reichlich zu tun. Zwischen 18 Uhr und 6 Uhr am Morgen hatten die Streifenwagenbesatzungen 122 Einsätze zu bewältigen. Allein 29 Körperverletzungs-Anzeigen nahmen die Beamten auf.

In den Kieler Online-Nachrichten hört sich das so an:

Raver lassen sich eben nicht so einfach moralisieren, außer durch Musik. Die eint das friedlich amüsierte Völkchen immer wieder, kurvt Hipps und Tripps und lässt Christian aus Strande nicht nur begeistert die Fahne des Sunshine-Wagens schwingen, sondern auch das Credo der “Raveolution” ausrufen: “Das ist die geilste Party überhaupt! Unbedingt wieder machen!”

Alles immer noch besser als die vier Raver im Liquid-Ex Koma in Villingen-Schwenningen . Irgendwie war Raven mal anders….

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5 Responses

  1. Mudda

    Donnerwetter!

    Unsere Dorfkirche bekam neue Glocken. Der Pastor und der Bürgermeister schüttelten sich noch einmal die Hand, dann wurden sie aufgehangen.

    tz, verkehrte Welt…

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  2. Tony

    Also die “Ausschreitungen” beim G Move klingen wie ein normales Wochenende auf der Reeperbahn…

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