Foto: Fuzzy Gerdes

Der Literaturwissenschaftler Nicholas Carr Buch hat ein Buch mit These geschrieben, es heißt “Wer bin ich, wenn ich online bin … und was macht mein Gehirn solange?” und legt dar, dass uns das Netz hyperhyperhektisch macht und daher nicht dazu angetan ist, uns schlauer werden zu lassen:

Um zu verarbeiten, brauchen wir Zeit und Muße. (…) Das Arbeitsgedächtnis kann nur eine sehr begrenzte Zahl von Informationen verarbeiten. Es dauert ein wenig, bis sie sich im Langzeitgedächtnis niederlassen. Wenn wir das Arbeitsgedächtnis aber mit neuen Reizen überfrachten, schwappt kaum noch etwas hinüber in den Langzeitspeicher, sondern es läuft alles durch.

Bleibt die Frage, wer hier hyperhyperhektisch ist, schließlich muss sich die Menschheit erstmal ans Medium gewöhnen – und sowas dauert gerne länger als eine Dekade – bevor sie souverän mit ihm hantiert. Unterdessen steht Literaturwissenschaftlern Tee trinken sehr gut zu Gesicht.

[via]

6 Responses

  1. palu

    der herr schirrmacher hat das doch schon vor einiger zeit zu papier gebracht

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  2. av

    Es kommt eher auf die Arbeitsweise an. Wer sich einen Artikel in Ruhe durchliest kann das genauso mit oder ohne Internet (und den Inhalt dann verarbeiten, lernen, whatever).

    Wer sich natürlich nach jedem halben Satz von ICQTWITTERRSS Pop-Ups stören lässt und den Inhalt maximal 0,01 sekunden im Kurzzeitgedächtnis hat kommt da nicht klar.

    Das hat aber alles nichts mit dem Internet zu tun sondern mit der Arbeitsweise. Offline kann ich mich genauso ablenken lassen.

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  3. jürgen

    aber warum zum teufel sitzt james blunt auf einem huhn?

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  4. seegerhh

    Nicholas Carr ein Literaturwissenschaftler? Wer sowas schreibt, muss schon ziemlich wuschig sein. Besser erst lesen, dann schreiben!

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  5. herrschobel

    @seegerhh
    yes…mr. carr ist in der tat literaturwissenschaftler…”He holds a B.A. from Dartmouth College and an M.A., in English and American literature and language, from Harvard University. ”

    from HIS blog !

    …somit wäre eine der zentralsten thesen oben genannten buches bestätigt.

    xxx

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