Ausstellung, 05.04. - 10.08.2014

Das Wissen im Internet ist dynamisch. Es ist flüchtig. Es ist volatil. Es ändert jeden Tag seine Gestalt. Wir wissen wenig über seine Quellen, über die dahinterstehenden Interessen und seine Glaubwürdigkeit. Der Nutzer des Internets verliert dadurch die Sicherheit und das Vertrauen in den Stand seines Wissens. Unser Wissen hat nur bis zum nächsten Klick Bestand.

Was heißt es, ein Individuum in der Informationsgesellschaft zu sein? Dieser Frage geht die „Smart New World“ betitelte Ausstellung nach, die vom 5. April bis zum 10. August diesen Jahres in der Kunsthalle Düsseldorf im Rahmen der Quadriennale zu sehen sein wird.

Eine kleine Armada an Künstlern, darunter Santiago Sierra, Trevor Paglen und Xavier Cha, werden sich der brüchigen Beziehung zwischen Subjektivität und postindustrieller Gesellschaft in einer Zeit, in der die Selbstdarstellung zunehmend von der Omnipräsenz eines digitalen Voyeurismus übernommen wird, widmen.
Trevor Paglen schafft beispielsweise unerwartet emotional-mystische Fotografien von Abhörstationen in den USA. Sie lassen den Betrachter im Unwohlsein zurück, ob der helle Punkt am Himmel wirklich ein Stern – oder doch ein Satellit – ist. Wir werden zu Beobachtern der Überwachung.

Unfassbare Datenmengen, NSA-Stempel unter der endgültig verstorbenen Privatsphäre, in hunderte Einzelteile zersplitterte digitale Spiegelbilder des Gegenwartsmenschen – auf diesen Pfeilern stützend wird ein intimer Ballungsraum für die künstlerische Auseinandersetzungen zwischen Zukunftsperspektive und Gegenwartsangst entstehen.

All weiteren Infos sind auf http://www.kunsthalle-duesseldorf.de zu finden.

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