Soziale Suche macht mobil
Der unerschütterliche Glaube an die SEO-Resistenz
In einem gut aufrührerischen Video legt Robert Scoble zur Zeit nahe, die Zukunft der Search Engines könnte jenseits von Google stattfinden und macht als beste Beispiele dafür Mahalo, TechMeme und Facebook aus.
I explain how SEO-resistant technologies like Mahalo, TechMeme, and Facebook are about to upend the search industry.
Why Mahalo, TechMeme, and Facebook are going to kick Google’s butt in four years « Scobleizer
SEO (Search Engine Optimizer) resistent soll das Netzwerk sein. Und aus irgendeinem Grund glaubt Scoble sogar daran, dass Google dagegen keine Chance hat. Dabei ist den Googlern seit einer Weile klar, dass Social Search einer der Wege in die Zukunft ist. Als Gründe dafür führt er an:
1. Google ist rein algorithmusbasiert und unfähig sich zu wandeln
2. Google nutzt eigene Ressourcen wie Orkut nicht
Dabei braucht Google Orkut z.B. gar nicht, denn die Daten die es über diverse Logins auf diversesten Seiten sammelt, sind mit Sicherheit längst mindestens so aussagekräftig (die eigene Suchgeschichte, die eigenen Webseiten, die Mail- und Chatfreunde, etc. etc.) wie die Kontakte in einem so geschlossenen System wie Facebook.
Und so schön es sein mag, auf gewisse Leute zu vertrauen wenn man sucht (oder auf wikipediaartige Einträge von Hand wie bei Mahalo) Facebook und Techmeme sind eben nicht das Internet, sondern ein ziemlich kleiner und sozial wohl strukturierter Ausschnitt, auch wenn sie nur die Filterfunktionen übernehmen sollen.
Klar, bei einfachen Suchen, wie z.B. nach einer neuen Technologie, oder einem bestimmten Namen, die einfach nur eine Art Grundinformation erzeugen sollen, sind Seiten wie Wikipedia oder auch Mahalo (wenn es denn mal eine Weile existiert) sicher einfacher, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass Webdirectorys (die existierten bei Google ja auch, wenn auch stiefmütterlich im sozialen Raum), auf die Dauer eben nur ein Nebenprodukt der Suche sein können. Und auch Yahoo war mit seiner sozialen Suche nicht unbedingt der Renner, obwohl thematisch fast alle Aspekte von Scobles vorgeschlagener Searchengine vertreten waren.
So dass letztendlich Mahalo und soziale Netzwerke nur eine Art funktionaler Überbau für gewisse Momente der Suche sein können, den Rest werden aber wohl in Zukunft auch noch die Bots unter sich ausmachen, und die sind immer SEO-anfällig (ganz zu schweigen davon, dass Alphablogger andere Weise thematisch spamanfällig sind (durch die generelle Auswahl der Themen und den intern sehr geschlossenen Hypefaktor), und soziale Netzwerke wie Facebook eh).
PS: Facebook ist so closed. Brrr.
PS2: Es gibt ein neues Google Facebook App.





“* is going to kick Google’s but in * years” ist immer eine gewagte Aussage, die für viel Aufmerksamkeit sorgt, an die sich aber in * Jahren niemand erinnert, während Google immer noch unangefochten herrscht.
Wie Du in dem Artikel sagst: mit all den Daten, die Millionen täglich bei Google über sich hinterlassen kan Google sich eine Social Search Funktion mal eben aus dem Ärmel schütteln, wenn ihnen danach ist.
Mahalo ist meiner Meinung nach die idiotischste Idee des Jahres. Zurück in dei Zukunft – oder das, was wir uns 1994 darunter vogestellt haben …