Ausstellungsansicht: “data.tron” (Ryoji Ikeda, 2007); Foto: Ryuichi Maruo

Zwei Räume, ein schwarzer und ein weißer, dazu ein Lautsprecher und ein Scheinwerfer – so sieht die Komposition aus, die Ryoji Ikeda eigens für den Hamburger Bahnhof in Berlin entwickelt hat. Mit dem Titel “db” (2012) weist Ikeda bereits auf die Symmetrie hin, um die es ihm mit seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland geht, denn die Räume verhalten sich komplementär zueinander. Der Lautsprecher sendet eine stehende Sinuswelle in den weißen Raum, der Scheinwerfer einen weißen Lichtstrahl in den schwarzen Raum. Durch die Bewegungen der Besucher werden die Klang- und Lichtverhältnisse verändert, Schall- und Lichtwellen werden so zu physikalischen Erlebnissen.

Die beiden zusätzlich gezeigten Werke “the irreducible [nº1-10]“ (2009) und “the transcendental [nº4]“ (2012) sind ebenfalls komplementär zueinander, beide befassen sich mit der Repräsentation von Unendlichkeit auf der Basis mathematischer Forschung. Einblick in die Mathematik seiner Werke gab uns Ikeda übrigens vor einiger Zeit im Interview.
Die Ausstellung ist Teil der Reihe “Musikwerke Bildender Künstler”, die zuvor unter anderem musikalische Werke von Yves Klein, Rodney Graham, Janet Cardiff und George Bures Miller im Hamburger Bahnhof präsentierte.

“db” von Ryoji Ikeda ist vom 28. Januar bis 9. April 2012 im Hamburger Bahnhof Berlin zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, den 27. Januar 2012 um 20 Uhr.

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