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Tim Renner, Ex-Musikindustrieller und derzeit Journalist, hat auf einem von der Nord/LB veranstalteten Workshop zum Thema “Social Media” seine Vision des Mitarbeiters der Zukunft vorgestellt. Des Mitarbeiters der Zukunft in einer Zukunft voller Freiheit, um genau zu sein. Eines Mitarbeiters also, der mit geschickteren als nur arbeitsrechtlichen Kontrollmöglichkeiten an die verwertbarere Ausübung seines Jobs unter Einsatz seines Lebens und seiner Würde erinnert werden soll. Eines Mitarbeiters, der sich gemein macht mit seinem Arbeitgeber und zwecks Optimierung des eigenen Arbeitskraftpotentials seinen Körper und Geist dem Geldgeber unterstellt.

Oder halt – privat oder beruflich gibt es dann nicht mehr – stolz über seinen Arbeitsplatz und dessen Produkte (Fleisch, Musik, Tropenholz) twittert. Verbatim klingt das dann zum Beispiel so (via Renners FB):

“Je mehr der Einzelne seine Freiheit wahrnimmt, auch nicht räumlich gebunden zu arbeiten, desto mehr muss ich ihn doch inhaltlich angebunden haben. (…) Ich glaube aus der Frage ‘wer bin ich? Was mach ich?’ kommt auch das ganz entscheidende Incentive ‘wieso soll ich das denn machen? Wieso soll ich bei Sportscheck über meine Arbeitszeit hinaus plötzlich anfangen, mich in partizipative Prozesse des Unternehmens zu begeben, oder, noch besser, auf Facebook u.ä. für das Unternehmen zu posten? Das eine ist schonmal ‘proudness’, das wir schaffen müssen. Stolz auf dieses Unternehmen und die Werte, die es vermittelt. (…) Wenn wir sagen, der Mitarbeiter ist die Marke, ist Bestandteil der Markenbotschaft, dann müssen wir ihm auch erlauben, dass er privat und beruflich miteinander vermischt. Wir müssen anfangen zu akzeptieren, dass es für die Mitarbeiter überhaupt keine Trennung zwischen dem Privaten und dem Beruflichen gibt.”

Das ganze Video der “Keynote”, 26 Minuten Schönheit, gibt es zum Glück schon online:

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One Response

  1. Dudel Wei

    telekom proudness, my ass

    liebe redakteure ??
    wieso wird so ein modernistischer fabulierungsquatsch hier überhaupt gepostet ?? ist die debug jetzt ein neoliberales wirtschaftsmagazin geworden ??

    eine anständige gepflegte entfremdung zu seinem brötchengeber , auftraggeber kundenkreis treibt den preis hoch und hält gesund. das wußte schon der rip eieiei rollkragen und die vorstände der banken wissen es auch..
    arschkriechen tun nur failed entrepreneurs die jetzt berater spielen müssen…weitermachen

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