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22.03.2006 | 13:00
 
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Und Apple ist doch frankophil

iPod-Verkäufen schmeckt DADVSI gut


In den letzten Wochen wurde ja aufgrund des Interoperabilitätszwangs des neuen französischen Gesetzes geunkt, dass Apple sich nun aus dem französischen Markt für digitale Downloads zurückziehen müsste, aber wir wissen ja auch alle, dass das eher ein Zusatzservice für die eigentliche Einnahmequelle von Apple ist, iPods. Und jetzt ist es offiziell, denn ein “Apple Representative” hat zwar verkündet, dass das Gesetz zu staatlich legitimierte Piraterie führen wird, aber doch im Nebensatz erwähnt, dass das gut für die iPod-Verkäufe ist.

“If this happens, legal music sales will plummet just when legitimate alternatives to piracy are winning over customers… iPod sales will likely increase as users freely upload their iPods with ‘interoperable’ music which cannot be adequately protected,”
Apple: French law will result in ‘state-sponsored piracy’

Bei uns hingegen sieht die Urherberrechtsnovellierung schon etwas ärger aus, wie Heise.de weiss:

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat auf Drängen von Kabinettskollegen und der Unterhaltungsindustrie die geplante P2P-Bagatellklausel aus dem Regierungsentwurf für die Urheberrechtsnovelle gestrichen.

Demnächst also dürfte man wohl ganze Schulen hinter Gitter bringen. Eigentlich OK, denn da die Deutschen eh zuwenig Kinder bekommen, hilft vielleicht Wegsperren in Massen ein wenig dabei mehr Nachschub zu produzieren. Wer jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, dem empfehlen wir, wie so viele zur Zeit Edward Feltens Kritik der DRM ist wichtiger als das Leben Ideologie.

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