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31.05.2007 | 13:25
 
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Unwort der Woche: Onleihe

Deutsche Bibliotheken gehen online (erst mal 2)


onleihe3.jpg

Himmel. Blöder als das Wort “Onleihe” (bezeichnet Online Ausleihen) ist eigentlich nur noch das Girl auf der Webseite. Nunja. Wenigstens ist es aber soweit und man kann mal Bücher (und Audio, Film etc.) online ausleihen. Zumindest wenn man einen Bücherei-Ausweis der teilnehmenden Bibliotheken hat. Und das sind: Bücherhallen Hamburg und Stadtbücherei Würzburg. Die Stadtbibliothek Köln und die Münchner Stadtbibliothek sollen Mitte Juni hinzukommen und in ein paar mehr Städten befinden sie sich in der Planungsphase.

Audio heisst übrigens E-Books und (skurril) E-Musik, was meint: Klassik, Folk, Jazz und Blues. Die Bücher sind in DRM-geschützte PDF, Videos und Audio als (DRM) Windows Media Format, was heisst: Für Mac-User z.B. nichts. Hörbücher auf den iPod laden? Leider auch nicht möglich. (Und auch auf PCs scheint das Format Probleme zu machen).

Wer sich jetzt fragt, wie die das mit den Rechten geregelt haben, der wird sich freuen zu hören, dass die Online-Bibliothek die gute alte Mangelwirtschaft wieder einführt. PDF-Bücher kann nicht einfach jeder ausleihen, sondern sie sind nur in einer bestimmten Menge vorhanden. Wenn z.B. das “einzige Exemplar” von CSS für Dummies ausgeliehen ist, muss man sich auf der Warteliste eintragen. Onleihe gilt immer für 7 Tage und es gelten noch ein paar mehr Beschränkungen wie man im Screencast erfährt:

onleihe2.jpg

Zum Start gibt es wohl 10.000 ausleihwillige DRM-Dinge. Hatte ich schon erwähnt, dass das nichts kostet?

Auch gut:




DIE WOLKE HAT 7 Kommentare zu "Unwort der Woche: Onleihe"

  1. wow. klingt hip.
    die bibliothek für die generation die auch mehr und mehr freiwillige enthaltsamkeit vor der ehe praktiiziert.
    minimalismus als gegenentwurf zu tauschbörsen.

    jetzt müssen die rechteinhaber nur noch erreichen das befehle die dateien, oder besser gleich speicherregister kopieren aus programmiersprachen entfernt werden, es sei denn der entwickler kann sicherstellen dass durch sie keine illegalen vervielfältigung z.b. von tokio hotel songs entstehen.

  2. bleed

    du, die rechteinhaber stellen schon sicher, dass keiner tokyo hotel illegalisiert, weil es in den online-bibliotheken einfach keine popmusik gibt. :)

  3. schon klar.
    ich war, wie so oft, ins allgemeine abgeschweift ;)

  4. Ach wie hybsch: Offline öffnen erlaubt. Na sowas…
    Ad Astra

  5. strf

    dateien ausleihen also, hihi. das konzept klingt irgendwie wie aus dem volkshochschulkurs datenverarbeitung.

  6. Luisa

    Ich finde Onleihe ganz witzig.

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