Vorbild: Project Ladybag
Mesh-Up yr life

Project Ladybag ist eine Tasche, die Emoticons darstellen kann, wenn man an gewissen Ecken daran zupft, aber darüberhinaus auch noch eine weitere Funktion hat, nämlich zeigen, welche Teile des täglichen Handbag-Equipments man vergessen hat einzupacken. Ist kein Handy drin, zeigt es das als Handy-LED an.
Es ist in den letzten Jahren ja viel von einem Internet of Things geredet worden, aber so langsam zeigen sich erste sehr praktische Applikationen, die das Konzept aus der Hobby-Futurologie heraus in die Welt der alltäglichen Bedürfnisse holen. Mesh-Ups wie diese, realisiert via RFID, dürften in sehr sehr naher Zukunft einen ähnlichen Hype generieren wie Web 2.0 Applikationen vor kurzem. Nicht mehr Mashups (aktiv Dinge zusammenwerfen) sondern Meshups könnten dann in den Fokus rücken. Dinge sich untereinander vernetzen lassen. Dinge die über andere Dinge Bescheid wissen und sich vor allem in vorkonfigurierten Konstellationen wohlfühlen.
Einfachstes Beispiel: Jedes Mal wenn ich aus dem Haus gehe, muss ich mindestens 3 Taschen checken, ob ich auch wirklich Schlüssel, Handy und Geld mithab. (Rechner ist glücklicherweise schwer genug, dass man darüber nicht nachdenken muss). So automatisch man das auch macht, es hält Technologie auf Distanz. Warum? Ein Blinken, oder ein Vibrationsalarm, oder was auch immer könnte mir automatisch sagen, wann ich welche Umgebung in einer eher untypischen Konfiguration verlasse. Denkt an Umgebungen/Profile oder wie immer das auf eurem Telefon oder Rechner heisst, die über das Telefon hinauswachsen. Aktiviert über RFID Marker hat man über solche Mesh-Ups seine diversen technologischen Konstellationen nicht nur wie von selbst im Griff, sondern sie schaffen dadurch auch eine gewisse Eigenständigkeit und Affektivität von Technologie, markieren ihr eigenes Territorium und gewinnen damit auch ein Art von Charakter, und fordern das Ringtone-LED-Blinkbusiness heraus sich viel stärker auf eine affektive visuelle und akustische Ikonographie zu konzentrieren.
Das klassische Telefon im Taxi verlieren z.B. dürfte mit einem einfachen visuellen Alarm der Vergangenheit angehören, klar, wenn es aber z.B. anfängt sobald es allein gelassen wird zu jammern wie ein Baby, wird auch der Taxifahrer dein Telefon nicht mehr nur als Fundsache sehen.
Während die 6 Projektcheffinen von Ladybag die beiden Benutzergruppen der “Ladybag” noch trennen wollen (“Young Expressive Urban” und “Creative Professional Urban”) vermute ich der Effekt dürfte genau die Verschmelzung der beiden Gruppen sein, denn Dinge die über andere Dinge Bescheid wissen, führen zu “intelligenten” Dingen und damit fast automatisch zu einer affektiven Haltung gegenüber den Dingen.




Nutzen von RFID für Privatpersonen
Der De-Bug Blog hat mich mal wieder auf die Idee gebracht Ein toller Nutzen für RFID wäre es doch, wenn die wirklich wichtigen persönlichen Dinge wie Handy, Schlüsselbund, MP3-Player RFID-Chips hätten und mein für diese Objekte wichtiges Aufbe…