Wie die Jugend endgültig verblödet
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Foto: orangeacid
Scheiße passiert, auch bei dpa & Spiegel :
An dieser Stelle stand ein Artikel (“‘Mangelhaft’ für deutsche Schulabgänger”), in dem auf Basis der Nachrichtenagentur dpa falsch gewichtete Zahlen über die Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen berichtet wurden. Inzwischen hat die Agentur ihre Darstellung korrigiert und die Bundesregierung die ursprünglichen Zahlen dementiert.
Was war passiert? Wahrscheinlich folgendes: Ein dpa-Hoppsi fand es – warum auch immer – zu mühsam, sich durch den wirklich sehr mühsamen Originalbericht zu rackern. Lass es fließen, wird er sich gedacht haben, und das hat auch prima geklappt:
Berlin – Die Zahlen sind verheerend: Fast jeder zweite Schulabgänger gilt als “nicht ausbildungsreif” (…). Das geht aus dem Entwurf des “Berufsbildungsberichts 2010″ der Bundesregierung hervor, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.
Im Dementi musste die dpa dann eingestehen, dass “fast jeder zweite ‘nicht Ausbildungsreife’” eigentlich 47,3 Prozent der Schulabgänger waren, die zwischen Schule und Ausbildung irgendeine Fördermaßnahme mitmachen, warum auch immer. Oder sogar weniger, bzw. mehr?
Die genannte Referenzgröße von 47,3 Prozent umfasst nämlich nicht nur Schulabgänger aus dem Jahre 2008, sondern auch Abgänger aus früheren Jahren.
Fazit: Keiner blickt bei den Zahlen durch, die Schlagzeile “‘Mangelhaft’ für deutsche Schulabgänger” war trotzdem gut und “Regierung dementiert Bericht über schlechte Azubis” ist total lahm. Zum Glück war die Jugend von heute schon immer undankbar und verblödet, ist also eigentlich eh nix passiert.




