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(Foto: Nadine Elfenbein)

Custo ist ein Sonderfall. Die Brüder Dalmau haben die einzige Modemarke aufgebaut, die über Spaniens Grenzen hinaus bekannt ist und kein Copycat-Konzern wie Zara oder Mango. Ihre Hippie-Prints für Gesellschaftssdamen und Ethno-T-Shirts für Bademeister sprechen dabei ganz klar die Sprache eines Landes, in dem das Leben fast ganzjährig am Strand stattfindet.
In Berlin präsentierte sich Custo diese Saison gleich zweimal. Zuerst als Partner von Coronas Initiative Save the Beach und dann mit einem Stand auf der Modemesse ”Premium“ zur Berlin Fashion Week.

Im Interview erklärt ein sehr ungezwungener Custo Dalmau, warum in Spanien ungebrochen der Hippie-Look regiert, er sich aber so schwer exportieren lässt.

Debug: Ihre Kollektionen werden immer erwachsener, ausgetüftelter, behalten aber ihren Ferien-Schwung.

Custo Dalmau: In den letzten Kollektionen haben wir uns mehr und mehr mit Multilayering und Materialmix beschäftigt. Aber die bunte Grafik wird nie verschwinden. Sie gehört zu unserer Marken-DNA.

Warum ist Custo die einzige international bekannte Marke aus Spanien?

Es ist schwer, in fremde Märkte vorzustoßen. Man muss Menschen an weit entfernten Plätzen der Welt überzeugen. Das machen Spanier nicht gerne. Sie sind kreative Köpfe, aber Marketing und Verkauf liegt ihnen nicht.

Aber was ist mit Mango und Zara?

Da haben wir das Gegenteil. Sie brauchen nicht viel Talent, haben aber die Logistik, um alle Welt zu erreichen.

Warum herrscht in Spanien immer noch so ein Hippie-Look vor?

Spanien ist von Meer umgeben. Wir leben die meiste Zeit am Strand. Das macht locker. Obwohl das Nachtleben in Madrid aufregender ist …

Sie unterstützen mit ihrer Bade-Kollektion auch die Kampagne von Corona ”Save the Beach“, die sich der Rettung von verdreckten Stränden widmet.

Ich liebe den Strand. Strände sind die Spaßzone des Planeten.

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