Und: Überholt die zweite Generation der Fashionblogger bald die erste? Und: Wie finden die das?

Bei Blica wird derzeit eine Diskussion über die, dort in einem Kommentar so genannte Gruppe der “zweiten Generation” von Fashion-Bloggern geführt. Die eingeführte Bloggerin wundert sich über eine ganze Anzahl Blogs, von denen sie zuvor noch nie gehört habe: Etwa sara/ balkan couture aus Stuttgart oder özlem/ fashion monger aus Berlin, die bereits nach einem Jahr bloggen über 1000 registrierte LeserInnen hätte und soeben als “beste deutsche Modebloggerin” gekürt wurde. Diese neue Generation würde so gut wie ausschliesslich dem Outfitpost huldigen und erzählen erstaunlich viel über das Wetter und ihren Alltag.

Blica zitiert auch aus einem Beitrag der neuen Generation, in dem Sara über das selbstorganisierte Fotoshooting auf einem Feldweg bei Stuttgart reflektieren: “Wir waren heute Fotos schießen Ich finde sie sind echt hammer geworden! Leider konnte ich nur ein paar reinmachen,da sonst meine ganze Seite nur mit Bildern von heute voll wäre. Und da wir eh in einem Kaff wohnen, mussten wir gleich mal die Kulisse ausnutzen haha. Was man leider nicht sieht, rechts und links neben uns waren noch ein paar Schafställe und Büffel. Für die Bilder haben wir uns für Nude-Schwarz entschieden weil die Farben einfach perfekt zusammen passen.”

Während ich das lese, kommt vom derzeit Weltreisenden Kollege Kito Nedo der Tipp zu einem grandiosen Buch, dass die Antwoord oder besser eine Ergänzung zu den zuletzt in Buchform überführten Readern von Facehunter und Sartorialist bildet. Scott Schuman selbst machte ja Mitte der Woche auf dem Weg von New York nach Moskau kurz Boxenstopp in Berlin um mit Mary Scherpe über Nespresso zu sprechen. Er dankte dabei Nespresso dafür, dass sie ihm sogar einen Tag länger das Hotel bezahlten und er so noch Fotos von einer jungen Dame machen konnte. Er findet überhaupt eigentlich alles prächtig, solange er morgens einen Kaffee kriegt. Und die Schweden sähen aus wie die Deutschen: Wunderschön, so schön, dass sie sich automatisch downdressen, um nicht für sie selbst und andere entsetzlich, schrecklich überschön auszusehen. Hans Eijkelboom hat von August 2005 bis Juni 2006 32 Outfits gekauft und sich darin auf der Straße fotografieren lassen. Kriterium war: Die Kleider durften nicht mehr als 10 Euro kosten.

Das Buch ist im grandiosen Kleinverlag Printed Matter erschienen. In einer Edition von 1000. Zu kaufen natürlich auch im Kulturkaufhaus Colette in Paris.

13 Responses

  1. madprof

    Hey! nichts gegen den guten Scott – er hat es wenigstens fertig gebracht das handverlesene Publikum, trotz ständigem Nespressokonsum, in bester Entertainermanier vorm Einschlafen abzuhalten. Wohingegen Mary, scheinbar sein grösster Fan, mit Fragen wie “findest du den Übergang von Winter zu Frühling auch so spannend” oder ” kann man Berlin mit dem NY der 80er vergleichen” eher so wirkte als hätte sie ihr dunkles Hinterzimmer die letzten 5 Jahre nur mal schnell zum Foto knipsen verlassen. Gottseidank gabs Prosecco mit Vodka und dazu Häppchen. Aber ich war eh nur da um mir die neuen Nespressomaschinen anzuschauen…

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  2. mahret

    Jenau! DIe neuen Nespressomachinen wurden leider ein wenig verdeckt durch die vielen Anwesenden. Vielleicht hätte man das ganze ein bisschen fulminanter präsentieren müssen!? Warum Scott so viele Weisheiten von sich geben und Mary aus ihrem dunklen Hinterzimmer herauskriechen musste, um belanglose Fragen zu stellen, wo doch die Maschinen hätten für sich sprechen können, wodurch sie durchaus durch Form und Eleganz, die doch jedes noch so schön inszenierte Straßenmodell bei weitem in den Schatten stellt, in der Lage gewesen wären, ist mir wirklich schleierhaft. Und da spielte es nichtmal eine Rolle, ob das jetzt in Stockholm, Berlin, New York oder Mailand stattfindet. Organisatorischer Knieschuss! Ein Glück, dass Scott, dass ein wenig erträglicher gestalten konnte, diesen unsäglichen Abend, des Nespressokonsums. Was hätten wir nur ohne ihn getan!?

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  3. Timo

    Wieso werden hier eigentlich wieder nur die Nespresso-Themen und nicht die großen Themen besprochen? Zweite Generation, 10 Euro??? Ich frage Mahret und MadProf: Wieso schreibt ihr nur zu dem Thema, wo das Geld pumpt?

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  4. madprof

    ” weil das schönste Outfit ein Lächeln ist ” Scott

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  5. mahret

    Zu Blica habe ich bei Blica kommentiert. Danke für den Hinweis – ich lese ja keine Blogs mehr. Und das 10 EUR Buch finde ich toll. Kostet das denn auch nur 10 EUR?

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  6. Timo

    @ Mahret: Das Bucht kostet bei Colette 10.00 € VAT included. Kann man aber auch gut bestellen.

    @ MadProf “ein koffeingestärktes Lächeln”, naturgemäß. 😉

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  7. madprof

    der Lobgesang für den Sponsor war auch der einzige Zeitpunkt an dem Scott seine Souveränität entfloh. Diese “Nespresso macht so viel für mich ganz ohne Gegenleistung” Nummer in 3-fach Schlaufe war einfach peinlich…das Mary da noch eingestimmt hat, gab mir einfach den Rest. Das die neuen Maschinen wie ne schlechte Pop-Art Imitation aussehen, habe ich auch dem Marketingmenschen von Nespresso mitgeteilt…

    @ Mahret: dein Zynismus ist so delikat – lass uns mal einen Nespresso trinken gehen

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  8. Lennart

    Wer zur Hölle interessiert sich für Nespresso…Ist doch kackegal woher die Knete kommt. Von mir aus kann die auch von Heckler und Koch kommen..Jeder der halbwegs was auf sich hält, trinkt keinen Nespresso und kauft keine Maschinengewehre.

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