Der Modedesigner als Diva!? Schön war’s.
Doch vorbei ist's schon längst mit dem Star-Glamour alter Tage...

Dass die Haute Couture den Glamour, wie er ihn beispielsweise einen Yves Saint-Laurent noch umgab, schon lange eingebüßt hat, ist keine Neuigkeit. Bis in die Neunziger hinein konnte man ihn immer wieder in zeitgemäßem Gewand aufblitzen sehen, aber mittlerweile scheint er mehr oder weniger verschwunden (!?). Die Ursachenforschung würde da mit Sicherheit die diversesten Theorien aufstellen können, was diesen Imagewandel insbesondere des Designers der entsprechenden Mode ausgelöst haben könnte…in jedem Fall verwundert es vor diesem Hintergrund aber nicht, wenn das Time Magazine konstatiert:
These days, with so much money flowing through the luxury sector, the designer as diva concept is obsolete.
In dem Artikel, dem dieses Zitat entnommen ist, geht es um nicht viel mehr als die Frage, wer heute eigentlich im Haute Couture-Business die Fäden in der Hand hält. Who’s Got the Power?, heißt dieser dann auch in typischer Schlagzeilenmanier.
Klar irgendwie, auch HighFashion-Labels und namhafte Designerlinien stehen und fallen heute, wie eben die meisten Unternehmen, mit der funktionierenden und effektiven Zusammenarbeit zwischen Management und Kreativkopf. So wird dann auch Diors Präsident Sidney Toledano sehr passend zitiert:
Toledano points out that while Galliano’s imagination might run rampant in haute couture, overall he must stick to a budget and is not entirely free to create whatever he wants. “Where we want to take the brand is not John’s decision; this is something I discuss with the shareholders and I express it to John,” Toledano explains. “We give John marketing information, we define the positioning of the brand, and John needs to be briefed on what direction to go.”
Natürlich bewegt sich der Artikel nur an der Oberfläche des ganzen Haute Couture-Business, dennoch bietet er einen nicht uninteressanten, kurzweiligen Einblick ins Geschehen für denjenigen, der nicht mittendrin steckt. Spannender fände ich allerdings tatsächlich mal eine umfassende Analyse des Imagewandels des Haute Couture-Designers und der -Labels in den letzten 40 Jahren. Aber dafür dürfte eine Artikel nicht reichen…
Auch gut:






