Analoge Jugend ab 80*81
Fotos sprechen Bände
Der Blog Analoge Jugend beschäftigt sich mit dem frühen Selbstbildnis einer in den frühen Achtzigern (würde ich mal schätzen) geborenen Generation, der letzten Jugend “without social media, digital cameras and a desperate force of self-expression”. Mir persönlich sagt das alles wahnsinnig viel, denn ich bin ja genau 1980 geboren. Die Fotos sind ein verwackeltes
Schwelgen, direkt aus deutschen Familienalben geklaubt, oft mit Tocotronic-Parolen überschrieben. Das macht mächtig Sinn, denn in der Pubertät rückte die Technik der Analogität dann zu Leibe, gekontert werden konnte anfangs noch einigermaßen halbironisch, dass Digital am Ende aber besser ist, das war das große Initial und Umkehrpunkt dieser Jugend. Man durfte und musste sich plötzlich verhalten, und das kam in diesen Lebensjahren eher selten vor.
Aus dem gleichen Jahr schießt auch das Erinnerungsmagazin des Journalisten Georg Diez und des Fotografen Christopher Roth, mit dem sie anhand einer Buchreihe, Theateraufführungen und weltweiten Laborsituationeninszenieren ein Jahr lang die Geschichte rückwärts neu erzählen wollen. Was auch immer das meint. 80*81, der begleitende “retrovisionäre Bildblog” bildet so den historischen Rahmen und medialen Ausgangspunkt, von dem aus die letzte analoge Jugend in die Welt springt. Es handelt vom dem Moment, “als Andy Warhol Joseph Beuys traf, als John Galliano ein Blitz Kid war, als American Gigolo die Welt veränderte”.
Beim Schauen beider Formate finde ich eine große Leere und duselnde Wärme, wie eigentlich immer wenn ich mir Bilder ansehe, aber in diesem Fall, vermute ich, vollzieht diese Empfindung den Grundansatz der Projekte vorbildlich nach. Ich weiß das aber natürlich nicht genau.
Auch gut:













Analoge Jugend ab 80*81 http://bit.ly/dz1HDf
[...] via Share 26.05.2010 | Tags: 1980, 80er, analog, analoge Jugend, Bilder, damals, jugend | Category: Feinmotorik, Tageswahn, Uncategorized [...]