Sven Väth trifft DocMartens
So war das Noovo Modefestival in Santiago, Spanien
Die Mode-Familie (oder -Mafia, oder bliblablub) trifft sich gerne abseits der ausgetretenen Pfade von Paris, Mailand, New York, London. Von kaum einem anderen Festival wird so viel geschwärmt wie vom “Festival International de Mode et de Photographie” in Hyères, das seit 20 Jahren von Monsieur Smartass Blanc ausgerichtet wird.
Diesem Festival zur Seite stellte sich zum ersten Mal vom 1. bis 4. November 2007 Noovo, “Festival for international Fashion and Photography”, im spanischen Santiago de Compostela. Initiiert vom Online-Modemagazin Noovo bot es dem spanischen Modehochschulennachwuchs die Chance, sich zwischen internationalen Avantgarde-Schwergewichtern wie Eley Kishimoto, Gareth Pugh, Petar Petrov oder Henrik Vibskov zu präsentieren.
Trotz des düster satanistischen Maskottchens wollte man sich keinesfalls gegen die Bevölkerung der drittwichtigsten katholischen Pilgerstadt in Europa abgrenzen. Die abendlichen Cat Walks standen allen Interessierten offen. Die Einheimischen kamen gerne (leicht daran zu erkennen, dass sie die einzigen nicht in Schwarz Gekleideten waren), die unzähligen Pilger in ihren grauen Cargohosen und mit den Eichhörnchen-Pilgerstöcken hörten dann aber doch lieber den Blues- und Rockgitarristen in den barocken Bogengängen zu.

(Foto von Daniel Riera)
Tagsüber fuhren die neuen Freunde Gaby von “Three as Four“, Mikio Sakabe, Patrik Söderstam (Porträt in der Dezember-De:Bug), Mattias Norstrom, Miguel Villalobos und Daniel Riera an den nahe gelegenen See zum Designerbaden (auch dabei, Dennis Dorsch, zweiter von rechts) und bummelten danach am Fischerstrand entlang wie einst Lagerfeld mit seiner Entourage in Antibe.

(Foto c/o Völkerkundemuseum Galizien, Santiago de Compostela)
Abends lachten sich dann alle kaputt bei Gareth Pughs Show. Der New-Rave-Shootingstar aus London brachte den aktuellen Doc-Martens-Hype mit Sven Väths altem Raver-King-Einfall zusammen: Er klebte Plateausohlen unter die Stiefel. (Zwischen den Beinen des Models, das Jungs-Pärchen mit dem ungläubigen Blick: Luxoir aus Barcelona, das die Victoria-Leinensneaker aufgepeppt hat.) Tja, nur eineinhalb Stunden vom Ende der Welt (die Klippe ”Finisterre“) entfernt werden die Trends für die Metropolen gesetzt.

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