Parker Kugelschreiber in Silber/Gold
Bi-Metall-Look gegen soziale Kälte
Bi-Metall-Schmuck ist der Inbegriff der Geschmacklosigkeit. Das Silber hat nur die devote Aufgabe, das Gold im direkten Vergleich noch protziger wirken zu lassen. Die Bi-Metall-Rolex ist die Moskau-mäßigste Neureichen-Vulgarität schlechthin.
Aber eine Ausnahme bestätigt die Regel: der silberne Edelstahl-Kugelschreiber von Parker mit dem goldenen Pfeil.

Er sieht aus wie eine kerzenschlanke ältere Dame, die wegen ihrer erhaltenen Haarfülle das Glück hat, sich nicht von ihrer klassizistischen Chignon-Frisur trennen zu müssen, und sie in grauseidener Würde trägt (das befiederte Ende des Goldpfeils ist der Schleifen-geschmückte Knoten, die Dreiecksspitze die untere, lockere Haarschlaufe (man muss sich das natürlich in Giacometti-Überschlankung denken)).

Mit diesem Schreibutensil kann man nichts abhaken, man kann keine Beträge addieren oder Gesetze ratifizieren. Eigentlich kann man mit ihm nur die Sterne anpieksen (das soll jetzt nicht degoutant gegenüber älteren Damen klingen). Diskret in die Brusttasche des Sakkos geklemmt, kann er der neuralgische Punkt sein, um den das gesamte Reststyling kreist.

In unserem Fall silberne Seiden-Krawatte zu goldenem Lurex-Schal. (Zur dezenten Ermunterung überzieht ein altrosa Muster das seidensilberne Einstecktuch.)

Auch gut:








(würg)
Ich weiß, was du meinst. Der Knopf des Sakkos ist Bronze-farben. Ein drittes Metall, das geht natürlich gar nicht. Exzellent beobachtet, Nicholas.
Sollte der Artikel ernst gemeint sein, dann hat der Autor echt einen an der Waffel.
Ist das nicht der zweitplatzierte Satz aus diesem Band “Der letzte Satz”, als Sequel lanciert zu “Der erste Satz”, wo dann eben Günter Grassens “Butt” gewonnen hatte??
Dieser letzte Satz, der da in Schönschrift im Moleskine steht, misst sich nicht mit etwas, das sich mit einer Ilsebill einlässt. Deutschsprachig ist er ursprünglich auch nicht. Und der Verfasser hatte weniger an der Waffel als der Autor dieser News. Er versteckte sich nämlich gerne im Schrank. (Aber Verfasser des letzten Satzes und Autor der News haben das Brillengestell gemeinsam (annähernd).)