Die Adidas-Palme
... und was zum Heulen

(Schönes Foto: verschwommene Untersicht, das suggerriert Unerreichbarkeit – wie traurig (aber nicht zum Heulen, das kommt erst unten))
Donnerstagabend, 22.35 Uhr. Im Adidas Originals Store auf Berlins Münzstraße tobt der 50%-off-Ausverkauf. Die geladenen Gäste (hochgegriffenes Passwort: schenken) führen sich auf wie auf einem Flüchtlingsbahnhof, wenn endlich der Zug einfährt. Schuhpaare werden getrennt, die Umkleidekabinen quellen von achtlos zurückgelassenen Sweatern und T-Shirts über, leere Red-Bull-Dosen liegen zwischen Rasta-gestreiften Trainingsjacken, Gläser zerdeppern.
Mitten in diesem Tohuwabohu erhebt ein neues Item sein Jugendstil-artiges Haupt: die Adidas-Palme in zartem Mint und kristallinem Glas (Tipp: Das Copyright ist noch ungesichert).

Als DJ-Dompteure agiert ein Teil der Dummy-Belegschaft (und ND Baumecker). Im neuen Heft zum Thema Liebe (Montag draußen) zeigt Dummy eine Fotostrecke mit heulenden Gesichtern. Das war eine Tortur und Grenzerfahrung, beteuert der Dummy-DJ, der beim Shoot anwesend war. Die Schauspieler haben sich in die taurigsten Erlebnisse ihrer Vergangenheit reingesteigert, bis der echten Tränen kein Halten mehr war. Der Fotograf heulte, der Mitarbeiter auch. Alles ohne Zwiebel. Fast eine religiöse Befreiung.

(Foto: Erik Weiss, Dummy 17)
Wer sich selbst in einem Meer aus Tränen versenken will, für den hat der Dummy-Mitarbeiter einen todsicheren Trick parat: Schließe dich mit deinem besten Kumpel in einem dunklen Zimmer ein und lege dieses Stück auf: “Brothers in Arms” von Dire Straits.
No related posts.






