Macht kaputt, was euch kaputt macht

Die 70er waren das Jahrzehnt von selbst gezogenen Kerzen in leeren Weinflaschen? Von Jazz und Lyrik und versöhntem Reformismus im grünen Gewand?
Die 70er waren mit dem gleichen Recht der Auftakt für unversöhnlichen Prä-Punk, für grobrasterige Kaputtheit und Weltuntergangs-Stinkefinger. Die 70er waren Punk ohne New Wave, Heroin ohne Transzendenz, Nihilismus ohne Ausweg. In den 80ern ging man zum Friseur und ließ sich den Kaputtchic gesellschaftsfähig föhnen. Aber in den 70ern war kaputt noch kaputt. Das blendet man gerne beim derzeitigen Öko-Revival aus, das nur den Lila-Latzhosen-Gutglauben aus den 70ern beerbt. Shame on you. Lasst uns wieder Mercedessterne abbrechen.
Fuck you zwischen 1972 (Bild 1: Big Star, die Band von Alex Chilton, die später das Heroin-zerbröckelnde Hinter-der-Nacht-Album “Third” eingespielt hat)
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und 1977 (Bild 2: The Saints, australischer Epik-Punk).
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