Kenna (und Zoot Woman) im Postbahnhof, Berlin
Es war live und ich war dabei
Make sure they see my face. Das ist in Deutschland noch ein frommer Wunsch von Kenna. Seine Mischung aus New-Wave-R&B kennt hier keine Sau. Dabei wird er von den Neptunes produziert, spielt in den USA mit Nelly Furtado. Und: Er ist der zugespitzteste Lichtblitz an drängender Powerdramatik.

(Rechts der Drummer, links der Lichtblitz Kenna)
Begleitet von Gitarre, Keyboard und Drums (kein Bassist!) heult er mit heller Stimme zwischen Teenage-Angst und Teenage-Lust. Aber immer formvollendet, ohne sich gehen zu lassen. Und selbstüberzeugt bis zur Arroganz. Hach, diese Präsenz! Wie ein Terence Trent D’Arby mit Koffein-Überdosis. Die Band spielt grell ausgeleuchtet, fast beängstigend nah an den Album-Aufnahmen (die wie 150-prozentig nachbearbeitet klingen). Ich habe jeden Song mitgeheult (Große Entschuldigung an meine Nachbarn …).

(Kenna, ein amerikanischer Star in holländischer G-Star-Jeans)
Das tolle “Make sure they see my face”-T-Shirt gibt es nur in Frauen-Größen. Aber Kenna (der nach dem Konzert durchs Publikum stromerte und Minutenaudienzen abhielt (zumindest mit Fotograf Maak Roberts und mir, sonst hat sich niemand für ihn interessiert. Er hat uns aber gnädig ein viertel Ohr zugeneigt, als ob er weiß Gott wie belagert würde. Hach, diese Präsenz!)) hat mir in die Hand versprochen, es wird bald ein ganzes Kaufhaus an Merchandize-Artikeln geben.

(Devotionalien erbeutet, aber nur halb befriedigend)
Danach haben Zoot Woman gespielt. Am besten kam ein Song an, der so geht: “I’ve got a feeling / it’s automatic / it’s a physical feeling / I’m gonna change this city …” Muss wohl älter sein. Hat jedenfalls Hitpotential, das habe ich auch gleich erkannt.
Auch gut:








Mehr Bilder!!!!!!!!!
Habs nicht hingeschafft. Und wenn ich höre dass Kenna nicht direkt abgehauen ist wie die meisten US-Künstler sondern noch mit den Leuten gelabert hat, dann tuts doppelt weh!!!
MEHR BILDER
:)