Die Krawatte, auch Schlips genannt, zeichnet sich gemeinhin ja eher durch ihre Nichtfunktionalität aus. Den Hemdkragen hält sie jedenfalls bekanntlich nicht zusammen… Aber Krawatte muß nicht gleich Krawatte sein, wie die beiden folgenden Modelle beweisen, die versuchen, auch diesem wirklich kleinen Stück Stoff einen weiteren Nutzen einzuhauchen…

Da wäre zum Einen die “Schweißkrawatte”, Ergebnis eines Designprojektes von Kilian und Schindler aus dem letzten Jahr, gefertigt aus grellem, (Fast-)Tennisballgelben Frottée, die damit nicht nur eine interessante, mögliche Alternative zu den aus Sport und Kurzwertmode bekannten Schweißbändern an Handgelenken und Stirn darstellt, sondern auch eine sinnvolle Variante zu den gängigen, eher dezenten Modellen für den Berufsalltag mit Krawattenpflicht.

frottiert für den harten berufsalltag.
jede kritik endet in der boutique. protestmode ist ein fiktives label.
es dokumentiert, zeigt auf und macht aufmerksam ohne eine bestimmte meinung zu forcieren.
durch das tragen der kleidung wird lediglich eine bereitschaft zum dialog, nicht aber die haltung signalisiert.
man kalkuliert mit der direkten auseinandersetzung mit einem oppositionellen gegenüber.
entsteht eine kommunikation der oppositionen ist das ziel des subtilen protests erreicht.
-KilianSchindler

Etwas traditioneller und weniger auffällig ist das Design des “Commuter Ties” von Thomas Pink, die damit ihrem potentiellen Träger auch weniger modischen Wagemut abverlangt. Hier steckt der Nutzen eher im Detail auf der Krawattenrückseite verborgen…

Commuter Tie
Limited edition – the commuter tie features a pocket on the reverse to hold your iPod Nano or MP3 player and an extra fabric loop to keep headphone wires out of sight and close to your body. 100% Silk – dry-clean only – imported.
- ThomasPink

…Ob der IPod bei Platzierung in seiner dafür vorgesehenen Halterung aufgrund seines Gewichtes und seiner Form auf der Vorderseite unschönen Faltenwurf oder Druckspuren hinterlässt, nun, das muss jeder für sich selbst herausfinden. Ebenso wie man die Frage nach dem Praxiswert der Positionierung des Players an dieser Stelle sicherlich nur unter Berücksichtigung des jeweils sehr eigenen und subjektiven User-Verhaltens beantworten kann….

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