Petition und Demonstration gegen das Clubsterben in Köln
Die “Kolbhallen”, die “Papierfabrik” und auch der “Schrebergarten” sind tot. Jetzt reicht es den Akteuren des Kölner Nachtlebens. Schon seit Monaten arbeitet die Stadt gezielt gegen ihre Ravekultur. Ein Club nach dem anderen wurde mit überzogenen Steuernachzahlungen in den Ruin getrieben. Das konnte mit Mühe und Not verschmerzt werden.
Aber kürzlich wurde noch ihre zentrale Anlaufstelle dicht gemacht, das “Odonien”, angeblich wegen Sicherheitsmängel. Deswegen haben sie gestern eine Online-Petition gestartet. Ziel ist es, ihren geliebten Club wieder auf die Beine zu stellen und die Bedeutung der elektronischen Musikkultur an die Öffentlichkeit heranzutragen. Laut Parkam Khairkhah, dem Initiator der Petition, stecken hinter den Ereignissen konservative Stadtbewohner und Korruption. Über 5000 haben sich ihm bisher angeschlossen.
Wer mit gegen das Klubsterben in Köln antreten will, kann sich hier in die Petition eintragen. Oder selbst auf die Straße gehen. Denn für diesen Sonntag, den 27.5., steht außerdem eine Demonstration zwischen 15 und 16 Uhr auf dem Rudolfplatz an.
Wer hätte gedacht, dass Klassik und Clubkultur so gut zusammen passen? Das Limelight im Londoner Jazz-Club 100 macht es schon lange, jetzt kommt die Klassik auch nach München:
Im Rahmen der ersten internationalen Musikmesse “Classical:Next” in München, findet vom 31. Mai bis 1. Juni das Musikfestival “Classical Next Level” statt, das die Messe in den Abend hinein begleiten wird und klassische und zeitgenössische Musik in Münchner Clubs bringt, genauer : ins Bob Beaman (31.5.) und das Harry Klein (1.6.).
An beiden Abenden spielen mehrere Live-Acts – Minas Borboudakis an Klavier und Elektronik sowie das Carl Oesterhelt Quartett am 31.5., tags darauf das Percussion-Duo Double Drums und ein Streichquartett. Die Auftritte werden von DJ-Sets aus Klassikplatten verschiedener Epochen umrahmt. Licht- und Videokünstler schaffen die stimmige visuelle Ebene dazu. Unterstützt wird das ganze von Schirmherrn Dr. Hans Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München.
UR Wedding hat für heute Abend Leo Cubanero aus seinem Soundlabor geholt und ihn zu einem seiner brillianten und raren Live-Sets überredet. Unterstützt wird er dabei natürlich wie immer von den selbsterklärten DJ-Ping-Pong-Champions Mia Grobelny und Bleed. Kommt vorbei in der Fiesere Miese in der Köpenickerstr. 18 (und bringt bitte Eis mit, füttern der DJs ausdrücklich erlaubt) oder schaltet hier einfach ein ab 21 Uhr. (Diesmal pünktlich).
Album, Video, Record Release Party und die neue De:Bug
Phon.o De:Bug 163 Cover-Snippet (Foto: Andreas Chudowski)
Auf seinem jüngst veröffentlichten Album “Black Boulder” bewegt sich Phon.o musikalisch in dickflüssigen, dunklen Gewässern, die uns eigentlich durch Burial oder Martyn bekannt sind.
Den Titel “Leave A Light On”, mit Vocals von Tunde Olaniran, gibt es seit Samstag auch mit bewegten Bildern – natürlich passend in schwarz weiß!
Außerdem feiert Phon.o am Samstag, 26. Mai, sein Record Release im Prince Charles in Kreuzberg. Neben seinem Liveauftritt werden auch Skate, die Jungs von Modeselektor und Monty im trockengelegten Pool für Stimmung sorgen.
Mehr zu Phon.o, seinem neuen Album “Black Boulder” und seiner Meinung zum Urheberrecht in der De:Bug 163 ab 01.06. am Kiosk!
Phon.o, Black Boulder, ist auf 50 Weapons/Rough Trade erschienen.
Und Sven Weisemann am Klavier. Wir haben Freikarten
Das könnte ein besonderer Abend werden. Fauxpas Musik, einer unserer absoluten Lieblingslabel, lädt ins Berliner HBC. Auf der Bühne steht zunächst das Yoko Duo, Holger Zilske und August Landelius haben mit ihrem Album “Behave Like A Widower” im vergangenen Jahr ordentlich Eindruck hinterlassen. Auf die Live-Umsetzung sind wir ausgesprochen gespannt. Und dann ist da noch Sven Weisemann, der eine Solo-Klavier-Performance zum Besten geben wird. Huch! Wobei die letzten Veröffentlichungen des Berliners natürlich von einer immer deutlicheren Melancholie und auch vermehrtem Piano-Einsatz geprägt waren, macht also alles total Sinn. Den Tresen bespielt derweil DJ Acid.
Hingehen? Auf jeden Fall. Und wir haben auch 2×2 Freikarten für euch. Schickt uns einfach eine E-Mail mit dem Stichwort “Fauxpas ist, nicht hingehen” an wissenswertes@de-bug.de
“Every Sound Of The Drum You Hear Is An African Beat.” Anlässlich des Zitats der jamaikanischen Reggae-Band “Wailing Soul” und des Berliner Karneval der Kulturen lädt die Hardwax-Crew am 26. und 27. Mai zu einem zweitägigen Out- und Indoor-Festival im Kreuzberger Club Gretchen. Unter dem Thema vereint sich eine Vielzahl an Acts wie Burnt Friedman & Jaki Liebezeit aka “Secret Rhythms” am Samstag und “Mark Ernestus presents Jeri-Jeri” am Sonntag, deren erster Release auf Ernestus’ NDAGGA-Label schon eine Sensation war und das die Sabar-Drummer rings um Bakane Seck endlich nach Berlin bringt.
Wie es sich für Wax Treatment gehört wird an beiden Tagen der Hof vom legendären Killasan-Sound-System beschallt. Außerdem finden Video Screenings sowie eine Round-Table-Diskussion statt, die wie gewohnt von der Cris’ Roadside Cuisine versorgt werden, diesmal mit feinster senegambischer und ost-karibischer Küche. In der Nacht zum Montag lenken dann unter anderem Shed, MMM, Shackleton, Appleblim und DJ Pete den musikalischen Fokus auf Dubstep und Techno.
Der Vorverkauf läuft seit Mitte April – Karten gibt es im Hardwax,bei Eventim oder der KOKA/Berlin.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag auf Radio Fritz. Mit Area als Special Guest
Morgen ab Mitternacht gehört der Nightflight auf Radio Fritz wieder uns, das DE:BUG-Radio geht in die nächste Runde. Natürlich mit vielen neuen Tracks und der einen oder anderen Überraschung. Fünf Stunden PengPeng, die will man nicht zwingend allein bestreiten, darum freuen wir uns ganz besonders über Area als Studiogast. Der Weltenbummler aus Chicago begeistert aktuell mit seinem Album “Whre I Am Now” auf Francois Ks Label Wave Music. Ab 0.30h ist er am Start, erst im Interview, dann mit einem feinen Mix.
Portishead zu remixen ist ja so eine Sache, wer will schon alten Helden ans Bein pinkeln. Doldrums war das egal, der kanadische Jung-Egozentriker und Nicht-Schläfer stellte sein Chase the Tear-“Reimage” frech auf YouTube und siehe da, Portishead kamen, sahen und waren angetan und packten den Song zur Belohnung ganz offiziell auf die B-Seite der Single. Somit geadelt, steht der Karriere von Airick Woodhead nichts mehr im Weg, manche flüstern sogar heimlich schon “der neue Caribou”, auch wenn Woodheads schräger Humor und Hang zur haunted Distortion ein etwas abenteuerlustigeres Publikum einfordert.
Frisch gesingt auf Souterrain Transmissions und mit einer EP auf No Pain In Pop unterm Gürtel, trommelt, hackt und layert Doldrums sich immer näher ans Albumdebüt im Spätherbst heran, geht aber erstmal mit Grimes auf Tour und schenkt ansonsten jetzt und hier seine neueste Single Jump Up zum freien, psychedelischen Vergnügen her. Das finden wir mächtig anständig.
Heute Abend in der Fiesere Miese ab 21 und hier live.
Mittwoch! Morgen auch noch Feiertag. Da feiern wir mit. Heute Abend zu Gast bei UR Wedding in der Fiesere Miese: Peter Grummich & Janina. Mia & Bleed sind natürlich auch dabei. Peter Grummich bringt seit fast 15 Jahren eine Killer EP nach der nächsten raus und hat von Kompakt, Shitkatapult, Spectral, Karloff und wen sonst nicht noch alles schon mit einem Release beglückt. Vor kurzem war Neustart und seitdem wandelt er noch konsequenter auf analogen Pfaden mit seinem neuen Label Innerbird. Und Janina hat sich nicht zuletzt mit ihren Gigs im Club der Visionäre in eure Raver-Herzen gespielt. Also. Heute gehts hoch her, deshalb kommt vorbei in der Köpenicker Str. 18. Unter Vorlage einer Krankenbescheinigung dürft ihr natürlich auch hier live zusehen.
Wie jetzt, Japan? So asiatisch sieht der junge Submerse doch gar nicht aus, und richtig – eigentlich stand seine Wiege in Leeds, UK, auch wenn seine Fußmatte jetzt vor irgendeinem überteuerten Mikroappartment in Tokyo liegt. Der R&S-Künstler darf sich tagsüber ganz offiziell und für Geld mit Mangas beschäftigen und werkelt des Abends in seiner J-Garage an zukunftssicheren 2Step-Variationen. Fast pünktlich zur Release seiner “They Always Come Back” EP auf dem R&S-Unterlabel Apollo, bereist er nun die Republik und startet am morgigen Vorfeiertagsmittwoch gleich am bestmöglichen Ort: beim 7-jährigen Geburtstag von Berlins subsonischster Veranstaltungsreihe Bass The World, erstmalig im Kreuzberger Prince Charles Club übrigens! Neben Submerse bedienen euch der Londoner Templar-Ritter Bardeya, die wundervolle Jinna Morocha und natürlich der König der 20Hertzen, DJ Maxximus, alles Gute, trust me!
Wer sich ein Plätzchen auf der Gästeliste sichern möchte, schreibe bitte bis morgen 17h eine Mail an wissenswertes@de-bug.de, wir haben 2 x 2 Freikarten für euch!