RIP MP3
Fraunhofer und Thomson tun es.
Getreu dem etwas wahnwitzigen Motto: “We`ve got a standard, and we´re going to abuse it”, haben Thomson und die Fraunhofer Gesellschaft jetzt ihre MP3 Lizenztarife geändert. Bislang durfte man MP3 Decoder (also alles was einen MP3s hören lässt) einfach so einbauen in Software, ohne dafür zu bezahlen. MP3 Encoder haben schon immer etwas gekostet. Nun aber muss man für die Decoder auch bezahlen, und zwar 75 cent pro Stück. Wenn ein MP3 Player also 100.000 mal runtergeladen wird, sind für den Softwarehersteller satte 75.000 Dollar fällig. Bei MP3Pro ist es noch um einiges mehr. Kein Wunder also dass sich die ersten Linuxdistributionen direkt als Antwort auf die Verkündung dieser Tarife entschlossen haben, MP3 Player gar nicht mehr mitzuliefern. Und die Macher von Ogg.Vorbis haben gleich einen öffentlichen Dankesbrief an Fraunhofer und Thomson geschrieben, weil sie soviel Aufmerksamkeit wie nach dem Bekanntwerden der Entscheidung noch nie hatten. Und vor allem froh sind, dass noch rechtzeitig darauf hingewiesen wurde, das MP3 eben kein offener Standart ist, wie eigentlich fast jeder im Netz die ganze Zeit annimmt. Umsteigen könnte sich also jetzt mehr denn jeh lohnen, denn vermutlich werden nicht nur die Preise von MP3 Playern raufgehen, sondern auch die Entwickler sich langsam nach anderen Alternativen umsehen. Ach so: Und streamen von MP3 kostet übrigens auch mindestens 2000$ im Jahr Lizenzgebühren, falls ihr etwas anderes dachtet. (Es gibt Ausnahmen, aber auch das kann sich jeder Zeit ändern.) ogg brief slashdot diskussion MP3 preise: software MP3 preise: broadcast




