GAMES CONVENTION IN LEIPZIG
Es ist live und wir sind dabei
Die Games Convention stellt sich als multmedialer Overload heraus. Überall pumpen die Bässe und flackern die Screens – Lautstärkedarwinismus pur. Pegelbegrenzungen wie bei der Popkomm kennt man hier scheinbar noch nicht. Die zwei Anwesenden der grossen drei Players des Konsolenbiz lassen sich natürlich nicht lumpen. Riesenstände samt Brimboriums-Rahmenprogramm, teilweise in absurden Kombinationen. So sind Brooklyn Bounce und Tiefschwarz am selben Tag für Sony scheinbar kein Widerspruch. Den aktuellen Bestrebungen, die XBox zu hacken oder Linux auf ihr anständig zum Laufen zu bringen, misst Microsoft auf Nachfrage keine grosse Bedeutung frei. Sony ist da schon weiter und zeigt erneut sein Linux-Kit (249 Euro), wobei weiterhin weite Bereiche des Systems aus Raubkopiervorsorge unter Verschluß bleiben. Softwaremässig gibt’s viel Gutes, aber wenig, was einen wirklich begeistert, Innovationen Fehlanzeige. “Blinx” auf der XBox gehört zu den Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Der Titel nutzt die interne Box-Festplatte erstmals auf wirklich innovative Weise. Vollmundig als 4D-Spiel angepriesen, hat der Spieler in diesem Knuddel-Jump N Run einen virtuellen Videorekorder zur Verfügung, der zum Lösen vieler Rätsel eingesetzt wird, für die man eigentlich zwei Spielfiguren bräuchte (z.B. Wippenrätsel) Mitbewerber Sony stellt mit EYETOY eine feine Erweiterung auf Webcambasis vor. Derart aufgerüstet dürfen auf der PS2 in einigen kleinen Minigames z.B. virtuell Fenster geputzt oder Sprites geboxt werden. Bisher noch ein Partyspaß mit einer Halbwertzeit von 2 Minuten – vielleicht schon bald der not-to-be-missed-Controller ?
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