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31.01.2003 | 16:04
 
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TRANSMEDIALE GO GLOBAL

Heute Abend beginnt das Berliner Medienfestival.



Mit einer Party wird die diesjährige Transmediale in Berlin eingeläutet. In der Maria, wo alle Veranstaltungen des Transmediale Clubs stattfinden, geht es ab 22 Uhr mit einer Sound-Performances der Holländer DAC und einem Vido von den Berlinern Visomat los, um dann ab 22:30 mit einer Party der grossen Männer zu starten: Thomas Fehlmann, Thomas Brinkmann und Thomas Franzmann mit Unterstützung von Octex (dem Mann vom slovenischen Tehnika Label), T.Raumschmiere (der Shitkatapult-Knarz-Gott) und Cue Video Unterstützung (von Büro Destrukt). Im der Lounge beginnt der erste Teil der Ost-Serie, die den Schwerpunkt der diesjährigen Transmediale setzt, mit EU aus Russland (Solar X kann leider wegen Visaproblemen nicht kommen), dem Belgradeyard Soundsystem und Videos von Lippmann und Perleberg. Das tägliche Lineup mit News und Infos galore gibts immer auf clubtransmediale.de Morgen gehts dann im Haus der Kulturen der Welt richtig los. Da die Webseite eher zum schmökern ist als auf die schnelle Überblick bietet (bis auf das Timetable hier unser täglicher Überblick über die Events des Tages: Um 12Uhr geht es los mit den Präsentationen der Awards, ein Film über die Disobbedienti von Oliver Ressler und Dario Azzellini wird als Leckerbissen für die Globalisierungsgegner gezeigt, und auf 150 Quadratmetern gibts im Konferenzsaal die “I Love You” Virenausstellung. Um 13Uhr macht Heath Bunting einen lustigen Workshop über die Phänemenologie der Zäune um 14h gibts ein Screening von vielen Kurzfilmen über die alltägliche Paranoia in Amerika unter dem Titel “Americanicals” die sehr sympathisch wirken, und Sebastian Oschatz und andere von Meso führen in einem Workshop in die Windows Konkurrenz zu Jitter und solchen Programmen ein die sich VVVV nennt. 15h, schon sind wir ganz erschöpft, gibts im Salon ein kurzes “Mutant Media” Video von Biba Vickovic, und zur gleichen Zeit beginnt die erste grosse Konferenz mit einem beliebten Streitthema: Die Krise der Interaktiven Kunst. U.a. auf dem Podium, Joachim Sauter, Perttu Rastas aus Helsinki, Cécile Babiole und Sally Jane Norman, eine solide Mischung aus Küntlern, Kuratoren und Uni-Kunstwesen. Als Häppchen präsentiert Kyoung Sun Han um 16.30 Uhr seine “e-pic” Software zur generierung von animierten Videoclips aus Piktogrammen die sich in der Beschreibung ein wenig nach Visueller Ideogramm-Karaoke anhört. Ab 17h gibts dann die Jodi Vernissage im Büro Friedrich, ihr erinnert euch, Jodi, die Enfant Terribles der Netzkunst, bzw. digitalen Kunst, die vor allem skurrile Technik und die Umstülpung des Quellcodes immer wieder vorran treiben. Im Theatersaal zu gleicher Zeit ein Screening diverser Kurzfilme über und in diversen Gameuniversen unter dem Titel Playing Games, während Ralph Ammer (oft als Partner von Console bei uns in der De:Bug aufgetaucht) seine generativ-visuelle “Play Parts” Software im Salon präsentiert. Die zweite grosse Konferenz gibts dann um 18Uhr im Konferenzsaal. “Cross-border Cultures” die die drei ständigen Medialabs auf der Transmediale ToroLab (Tijuana), The Trinity Session (Johannesburg) und De Waag (Amsterdam) mit ihren Ansätzen zur Rolle von Kunst und Medienpraxis im strategischen Kampf mit den Globalen Zusammenhängen. Mirijam Stoppek präsentiert ebenfalls um 18h interaktive Projekte die explizit den öffentlichen Raum nutzen in “Interaction Field Public Space, an das sich Signe Klejs “Virban Space” anschliesst. (“interaktives Klanggraffiti im öffentlichen Raum” steht im Info, wer weiss was das sein soll. Um 20 zeigen Jake Mandell und Jeffers Egan ihre vor kurzem erschienene DVD mit Surroundsound und slickem Bildgehalt im Salon gegen die harte Konkurrenz der dritten und Keynote Konferenz von Sarat Maharaj über “Art Acts Global”. Kritiker der Globalisierung aus London. Ab 21Uhr und zur Überleitung ins Maria für den nächsten Clubtransmediale Abend (mehr darüber morgen) gibts dann noch 2 Performance Sausen mit den Akteuren Tom Kubli & Sven Mann (heisst “Deterritoriale Schlingen”) sowie um 22Uhr von den 242 Pilots (kam auch neulich als DVD) “Grey Exploitations” eine weitere Vorstellung von selbstgeschriebener generativer Videoproduktion. Uff. Wer das alles schafft hat einen Preis verdient. Jedenfalls ein spannender erster Tag voller Highlights. Wer sich eins der vielen Dinge angesehen hat, sei herzlich eingeladen hier unten seine Kommentare dazu abzuliefern.

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