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31.07.2003 | 13:11
 
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DIE WIEDERENTDECKUNG DES MOB

Die Spaßguerilla ist weltweit auf neuen Pfaden unterwegs


Eine unbekannte Anzahl Chinesen hat das Prinzip der Massenwirkung eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Stimmt die Menge der Leute, die gleichzeitig von einem Stuhl aufstehen, kommt man rein rechnerisch der magischen Zahl von 58 t TNT nahe. Dies besagen zumindest Gerüchte. Als eine Art “geistiger Vater” bzw. Förderer der Idee der Smart- oder FlashMobs gilt Howard Rheingold, der Autor des Buches “Smart Mobs – The Next Social Revolution”. Und nun zieht die Idee ihre Kreise um den Globus. New York, San Francisco, London, Berlin. Spontane Aktionen in Shopping Mals, Hotels, Banken, vor Botschaften und Regierungsgebäuden. Das ganze ähnelt dem “Reclaim The Streets”-Aktivismus, ist aber thematisch tendenziell breiter angelegt. Von explizit politischen Aktionen über Kunstprojekte bis hin zu völliger Sinnfreiheit ist alles möglich. Das Prinzip ist denkbar einfach: Handlungsort und Zeit werden wie gewohnt erst kurz vor der Aktion via Mail oder SMS bekanntgegeben, die Teilnehmer tauchen aus dem Nichts auf und sind ebenso schnell nach dem Ende der Aktion wieder verschwunden. Zurück bleiben leicht irritierte bzw. beeindruckte Passanten, verunsichterte Kaufhausangestellte, verdutzte Schalter- und überraschte Sicherheitsbeamte. In Berlin startete die letzte bekanntgewordene Aktion am vergangenen Mittwoch. Dumm nur, dass der “Tagesspiegel” sich es sich nicht verkneifen konnte, am selben Tag nicht nur diesen FlashMob in einem Artikel anzukündigen, sondern auch eine geplante Aktion für den 1. August im KadeWe. Egal. Wer von euch am Freitag Lust und Zeit auf alternatives Edelshopping und Austernschlürfen hat, der findet sich einfach in der Tauentzienstr. 21-24 ein. Wohl bekomm’s! Xmob SmartMob FlashMob Blog Reclaim The Streets Berlin

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DIE WOLKE HAT Einen Kommentar zu "DIE WIEDERENTDECKUNG DES MOB"

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