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20.04.2007 | 13:53
 
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Kassette im Prachtgewand

Tape vs. RQM mit neuem Album auf altem Medium



Nicht mehr ganz neu, aber immer noch schön: “Public Transport” von Tape vs. RQM als Kassette. Physische Tonträger sterben nicht aus. Man muss sie nur so aufmotzen, dass sie entscheidend mehr zu bieten haben, als bloße Speicher für die Musik zu sein. Dann überlebt auch die gute alte Musik-Kassette. Wenn sie als limitiertes Designobjekt gestaltet wird, zum Beispiel. Tape vs. RQM haben ihr aktuelles Mini-Album “Public Transport” mit Jahcoozis Sasha Perera zum Download auf Beatport etc. bereitgestellt – und es in 100er-Auflage als Kassette herausgebracht. Die Kassetten ließen sie von 30 Street-Artists individuell gestalten, bemalen, bebasteln und umverpacken, darunter Evol, Gesa Roskamp, Stromausfall, Nele Konopka, Klub7 und Julio Roelle (Foto). Das hat im Gesamteindruck viel weniger mit cooler HipHop-Attitüde zu tun als mit Bastelspaß aus der antiautoritären WG. Auch ein Statement gegen die Brutalisierung der Welt im Allgemeinen und der Jugendkulturen im Besonderen. Die Musik von Tape vs. RQM bewegte sich schon immer sehr frei am Rande der Beatbastelei – diesmal ist sie noch nächtlicher geraten, nicht umsonst hieß der erste Arbeitstitel “The Mixtape for Suicidal Lovers”. Die Kassetten kann man in der Berliner Galerie Supalife bestellen (sofern noch welche übrig sind).
http://www.supalife.de

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