Skandal! Pudel Produkte gebootleggt!
Was passiert, wenn man Tracks auf ungesicherten Servern lagert: Der neue Release auf Pudel Produkte ist nicht echt. Pfui Teufel!

Diese Pressemeldung erreicht uns gerade. An Bootlegs sind wir in Technohausen schon seit einer ganzen Weile wieder gewöhnt. Das hier ist aber mehr als dreist, oder, aus der Sicht der Musikpiraten mit guten Kontakten in das osteuropäische Presswerk ihres Vertrauens, besonders clever: Die Tracks waren nie zur Veröffentlichung vorgesehen. Aber lest selbst.
Wir vom Golden Pudel Club, Hamburg, sowie WARP-Records, London, stellen klar: Die sich in Umlauf befindliche „Pudel Produkte 7“ 12“-Maxi „Jamie Lidell – Little bit of feel good“ mit Remixen von Andreas Dorau/Superdefekt und Viktor Marek ist ein Bootleg und keine offizielle Pudel Produkte! Weder die Musiker noch der Golden Pudel Club haben mit diesem Produkt irgendetwas zu tun. Wir lassen derzeit diese Fälschung gerichtlich verfolgen, sind aber auf Mithilfe angewiesen. Sobald eine dieser Vinyle angeboten wird, bitten wir unter der Kontakt-Email unten um Rückmeldung, möglichst mit Namen des Anbieters und Verkaufsdatum. An folgenden Merkmalen ist eine Platte als Fälschung zu erkennen: Die Hülle Die Hülle ist vergleichsweise dilettantisch nachgemacht. Offensichtlich ist das Cover der letzten Pudel 12“ einfach kopiert worden, dann wurden die Titel simpel im Cut-Up-Verfahren (zumeist im osteuropäischen Raum eine gängige Bootlegger-Praxis) draufmontiert. Eigentlich einfach zu erkennen, aber wahrscheinlich denken alle, dass die Typen vom Pudel wieder mal besonders clever um die Ecke denken wollten und ja sowieso auf so Trash-Sachen stehen. Das ist natürlich Quatsch. Das Cover sieht nach unseren Style-Maßstäben scheisse aus, Entschuldigung. Die Pressung Die Qualität der Pressung ist tatsächlich beachtlich. Die Platte klingt (leider) gut. Abgesehen von den (wiederum im vermeintlich „coolen“ Cut-Up-Verfahren hergestellten) Labels gibt es daran nichts zu meckern. Allerdings gibt es Unterscheidungsmerkmale: Die echte Pudel-Produkte 12“ wiegt ohne Hülle etwa 170 Gramm, die nachgemachte hier nur 140 Gramm. Auch die Abstände zwischen den einzelnen Songs sind nicht original: Hier fehlen ganze Sekunden – die Tracks scheinen lieblos aneinander geklatscht. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal: Am unteren Rand des Labels der Fälschung fehlt der Satz “Made in Germany GEMA“. Die Tracks Ja, das eigentlich wichtigste und der bedauerlichste Aspekt dieser Sache. Die Versionen von Dorau/Superdefekt sowie die beiden von Golden Pudel-Club-Geschäftsführer Viktor Marek sind tatsächlich von ihnen – allerdings waren sie NIE für die Öffentlichkeit bestimmt. Sie lagen zum internen Gebrauch auf einem unserer Haus-Server, der – wie wir jetzt erkennen mussten – ein paar Wochen offensichtlich frei zugänglich war. Unter anderem sind dort auch diverse Kundendaten und Remixe von Felix Kubin, Lawrence (eventuell sogar das ganze neue für Herbst vorgesehene Album!) und mehrere Rocko Schamoni-Songs zu Laden gewesen. Wenn also auch solcherlei Werke digital oder analog auftauchen: Bitte melden! Was nun Jamie Lidell zu diesen Versionen meint, war bislang nicht in Erfahrung zu bringen – mutmaßlich ist einem vielbeschäftigten Künstler wie ihm dies auch relativ egal. Uns aber nicht. Fazit: Wir vom Golden Pudel Club, Hamburg, und das ebenfalls betroffene Lidell-Label WARP, London, distanzieren uns von dem Produkt „Pudel Produkte 7“ und lassen alle Maxis, derer wir habhaft werden können, einstampfen – im Interesse unserer Künstler. Achtung: Die nächste offizielle Pudel Produkte erscheint erst im Herbst. Mit Tracks von Schorsch Kamerun, Felix Kubin, Superdefekt, Handbag/Abba, Otto von Schirach und RAF etc.
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habe eines der besagten bootlegs im golden pudel club gekauft ( 13€ ) – wenn ihr das zurückkaufen wollt könnt ihr das machen