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28.06.2010 | 13:40
 
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Bowery Electric – Beat

Unsere Platte des Tages


Es geht mir eigentlich nicht um diese Platte. Das zweite Album von Bowery Electric erschien nicht nur nicht mehr auf Kranky, sondern hatte auch einen dezidiert anderen Tonfall. Das Debütalbum von Martha Schwendener und Lawrence Chandler von 1995 war die konsequente Fortsetzung einer Idee, die Slowdive vielleicht populär gemacht, aber mit Sicherheit nicht erfunden hatte. Die Kombination aus verwaschenen Gitarrenwänden und einer nicht ganz perfekten Produktion, gepaart mit einer trashigen Ami-Pressung machte das blaue Vinyl dieses ersten Albums zu einem Meilenstein, bei dem man die Höhen lieber sanft zurückregeln sollte. Immer noch. Dann kam “Beat”. Und der andere Tonfall. Elektronischer. Sprich: Mehr Samples, gerade in den Drums. Vielleicht fanden die beiden ja die Zeitlupenverzerrung, die zu dieser Zeit, 1996, in UK so aktuell war, ja faszinierend. Nein, das “vielleicht” können wir getrost streichen. Der Titeltrack ist und bleibt aber ein perfektes Beispiel der geplanten Reduktion, in dem die Wärme zwar perfide emuliert wird, uns aber dennoch gefangen hält. “Beat” markiert gleichzeitig schon den Abstieg des Duos. Das dritte Album, “Lushlife” von 1999, hatte zwar noch ein paar wenige gute Momente, verliert sich aber aus der Entfernung in einer klebrigen Suppe der Selbstgefälligkeit.

Bowery Electric – Beat (Beggars Banquet, 1996)

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