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29.01.2002 | 22:27
 
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MANHATTEN OHNE ÜBERWACHUNGSKAMERAS?

I See zeigt die immer längeren Wege.



Gut, klar, heutzutage macht man ja eh kaum noch Urlaub im guten alten NYC, falls aber doch noch wer will, oder muss, kann er sicher sein, daß nahezu jeder seiner Schritte unter eine Überwachungskamera langläuft. Das Netz ist nämlich dort ganz schön dicht. Wie aber nun kann man dem ausweichen, falls man z.B. einen Bart hat, oder nicht die richtige Staatsbürgerschaft, oder sonstwie unadäquat aussieht? Die Leute von Applied Autonomy zeigen es mit ihrem neusten Tool namens I See. Es geht so. Man gibt einen Weg ein, den man in Manhatten zurücklegen möchte, und hop, die Software berechnet einem welchen man gehen kann um der geringsten Menge an Überwachungkameras zu begegnen. Das kann dann schon mal ein ganz schön weiter Umweg werden, und frei von Kamerablicken ist in Manhatten eh nichts, aber schliesslich sind Touristenpfade ja eh immer etwas eckig. Betrachten wir das ganze also als eine erste Einführung in den urbanen Tourismus dieses Jahrhunderts (“Ich gehe wo wo du nichts siehst”), und stellen uns schon mal drauf ein, daß demnächst, wenn die zivilen Kämpfer gegen den Überwachungsstaat weiterhin gut aufpassen und Daten sammeln über Kameras und ihre Blickwinkel, auch für andere Städte bald überwachungsfreie Zonen im Netz ausgeschildert werden. Ach, hatten wir schon erwähnt das das ganze auch noch sehr funky Flash meets Arcaderetro (Pacman/Tron) aussieht? Seht selbst. PS: Wem das alles nicht reicht, dem gibt Rtmark noch einen kleinen Leitfaden für den Kampf Mensch gegen Überwachungskamera an die Hand. Streetsurveillancesurvival auf die etwas rabiate Tour. I See rtmark camera disabeling lessons

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