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 MUSIK

Funkstörung – Additional Productions (Musik aus Strom)

Unsere Platte des Tages


Über zehn Jahre ist das mittlerweile her. Elektronika. Aufbruch jenseits des 4/4-Korsetts. Cubase und Logic zu beherrschen, war der Waffenschein, den alle wollten, das Powerbook die 44er Magnum. Autechre hatten vorgemacht, wie man richtig knurschpelt, Funkstörung mischten mit. Michael Fakesch und Chris de Luca wissen genau, wie der Hase läuft. Dabei hatten sie mit traditionellem Acid schon ordentlich Schneid bewiesen. Es war die Zeit, als das Zauberwort “Limited Edition” noch nervöse Zuckungen provozierte und 300 12″s schon fast Major-Gebaren bedeutete. Was Autechre nie machten, quetschten Funkstörung bis zum Anschlag aus. Remixe. Für alle und jeden. Prominentestes Opfer: natürlich Björk. Der Mix von “All Is Full Of Love” brennt auch heute noch alles nieder. Dagegen wirkt der Mix für den Wu-Tang Clan fast schon komödiantisch. Offiziell gesammelt wurden die Mixe von K7. Das dauerte den beiden Funkstörern allerdings zu lange und so veröffentlichten sie die Mix-Sammlung einfach selber. In limitierter Auflage natürlich, auf ihrem Label Musik aus Strom, in dicker Schaumstoff-Verpackung. Einmummeln musste man sich für Funkstörung immer.

Auch gut:




DIE WOLKE HAT Einen Kommentar zu "Funkstörung – Additional Productions (Musik aus Strom)"

  1. nyq

    hm, hab mir letzens erst den björk remix angehört und war entsetzt darüber wie schlecht gerade der gealtert ist.

    das war ja auch die zeit als die beiden in interviews immer betonen mussten, wie viele tricks und gimmicks sie in einem track unterbringen…. sobald diese tricks aber nicht mehr neu sind muss der rest überzeugen. leider haut das mit den tracks, die gerade aus der “wir hauen unseren ry30 zum teufel und schieben von jetzt an nur noch bunte klötzchen zeit” nicht immer hin.

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