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Solo-Runde: Der Kollege der Groove ist verhindert. Macht nichts, immerhin kommen gleich zwei Gäste ins Studio. Wir werfen eine fokussierten Blick auf das noch relativ neue Label Rivulet. Drei Releases kann das junge Kollektiv bislang vorweisen. Über die aktuelle EP von Talski, schreiben wir:

Niklas Krafts heißt der Neuzugang beim immer noch neuen Berliner Label Rivulet, der im Titeltrack gleich zur ganz großen Geste ausholt. Wo sind denn nur diese Samples her? Und was ist los im Talkshow-Land? Egal. Talski ist anders. Hat einen anderen Sound, ist vielschichtiger, sucht nach anderen Ansätzen und brauchbaren Versatzstücken für seine Tracks. Auskenner haben Krafts schnell verortet: Er spielt u.a. auch bei Klinke auf Cinch, ist also im Umgang mit den Maschinen ebenso geübt wie mit Menschen und vielleicht ist genau das sein Geheimnis. Immer auf den Punkt und eben doch immer speziell. Frisch. Wichtig. Überraschend nicht nur in eben jenen Wendungen, mit denen man immer rechnen muss in seinen Stücken. Der Kampf der ganz eng beieinanderliegenden Tasten. Kurzes Atmen, dann wieder perfekt irritierend. Field Recordings, seit Jahrhunderten nichtmehr angerührte Klangquellen, Restgeräusch und Deepness. Wirklich konkret wird das nie. Nur im Remix von Boytalk, die Frage ist aber, ob es das überhaupt braucht und ob nicht ein Stück wie “September” der viel bessere Weg ist, das Fettsieb der Clubs ein für alle Mal zu reinigen und frisch anzufangen. Tief beeindruckend.

Und über die 002 von Stanley Schmidt:

Wenn man etwas auf Stanley Schmidts erster EP hört, sind es wohl die 90er. Das soulige Vocalsample und die griffige Bassline machen genauso viel Spaß wie der sportliche Beat der A-Seite. Einmal umgedreht, gibt es auf der B-Seite des zweiten Rivulet-Records-Release als Beilage Kim Browns Gotham-City-Remix, atmosphärisch und verspielt, und den “Ritter Rumpel“, dessen pointierte Vocals genauso romantisch wie das Siebdruckcover ausfallen. Wie Claus Schulze hier schon singt, etwas für “body and soul“.

Hören wir doch mal rein.

Aber zurück zur morgigen Nacht. Raw Elements nennen sich Tim und Jonas, zwei der Labelgründer, wenn sie gemeinsam auflegen. Und genau das werden sie im Nightflight auf Radio Fritz tun. Wir freuen uns sehr und sind gespannt. Los geht’s wie immer ab Mitternacht, unsere Gäste sind ab 0.30 Uhr erst hinter dem Mikro und dann an den Plattenspielern.

Reinhören!
Oldschool oder newschool.

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Elektronische Lebensaspekte.

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