Streaming sei Dank? Und Dank wofür?

Es war ein merkwürdiges Jahr für Musik. Und das auch in Zahlen. Laut einem Report von Nielsen SoundScan hatte Streaming eine Steigerung von 24% schon im ersten Halbjahr von 2013, und über eine Milliarde Dollar wurde schon 2012 an Künstler und Label von den verschiedensten Diensten zusammen ausgezahlt. Auch wenn es für den einzelnen oft nach nichts klingt. Und im Vergleich zu den 28,7 Milliarden, die die Musikindustrie in diesem Zeitraum eingenommen hat, wohl auch nicht gerade der massivste Posten.

Das überraschende aber an der Studie, Indies haben sich den Platz Nr. 1 ergattert mit 34,5 Prozent des Marktes. Universal ist mit 28,3 Prozent nur noch zweiter. In diversen Artikeln wird das vor allem auf Streaming zurückgeführt, wo es einen weitaus größeren Anteil an Indie-Künstlern gibt, als z.B. im traditionellen Radio. Es könnte aber auch schlichtweg damit zu tun haben, dass selbst klassische Mainstream-Künstler heutzutage Indie sein können. Macklemore & Ryan Lewis (sozusagen die Indiekönige mit der ersten US Nr. 1 auf einem Indie seit 20 Jahren), Taylor Swift, Jason Aldean, Bon Iver oder Mumford & Sons.

Was uns ja weitaus mehr interessieren würde, worüber es aber logischerweise keine Statistik gibt, wäre, ob Indie als musikalische Haltung, als nicht-mainstream Musik irgendeine größere Relevanz im sich wandelnden Musikmarkt bekommt. Gefühlt würden wir fasst denken ja, aber das könnte genau so an unserer eigenen Filterbubble liegen. Im Radio jedenfalls merkt man nichts davon.

Foto via Facebook. PS: Die Statistik selber haben wir leider bei Nielsen nicht gefunden, deshalb der Verweis auf Artikel wie diesen als Quelle.

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