Uh-Young Kim zum Loverparade-Desaster


Foto: Photocapy

Der geschätzte Kollege Uh-Young Kim erhellt in der taz die Zusammenhänge zwischen Popkultur, prekärer Wirtschaft und zeitgeistiger Standortpolitik, die fest an die wundersamen Kräfte der “Kreativwirtschaft” glaubt:

“Die Ideologisierung von Pop geht einher mit einer Hinwendung zu den in diesem Milieu entstandenen Arbeitsmodellen von Unabhängigkeit, Flexibilität und Eigenverantwortung zugunsten der neoliberalen Verhältnisse. Zusammengefasst unter dem Stichwort Kreativwirtschaft, die nicht nur im Ruhrgebiet Geld in die leeren Kassen spülen soll.”

Und lesenswert geht es auch weiter, nur beim Fazit legen wir die Stirn mal ein bisschen in Falten:

Die Marke Loveparade als alles vereinendes Symbol und Zeichen der Erneuerung ist (…) für immer beschädigt. Und damit ist auch die Allmachtsfantasie geplatzt, durch den Massenanreiz der Popkultur die Fliehkräfte von Politik und Wirtschaft ohne große Verluste bannen zu können.

Sollten die Großkopferten tatsächlich etwas lernen, aus dem Debakel?

[via]

3 Responses

  1. I/O

    Aus welcher Tragödie wurde denn jemals wirklich was gelernt?

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