Den japanischen Klangkünstler im Rahmen der Maerzmusik umsonst erleben

Der Japaner Ryoji Ikeda ist eigentlich eher ein Forscher als ein Musiker. Seine Alben auf Raster-Noton und Touch experimentieren eher mit der Wahrnehmung von Geräuschen als Musik, mit Frequenzen an der Grenze des Hörbaren, mit der Physis des Klangs, als sich unter „Easy Listening“ labeln zu lassen. Das ganze kombiniert er Live mit Videoinstallationen, letztes Jahr erst beim Sónar äußerst passend mit einer Art Testbild. Nun kommt er nach Ausstellungen, Klangskulpturen und Shows in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou und dem Millennium Dome auch im Rahmen der Maerzmusik mit datamatics [ver.2.0], dem zweiten Teil seiner audiovisuellen Installation datamatics, nach Berlin. Die Veranstalter kündigen folgender Maßen an:

„Indem reine Daten als Quelle für Klänge und Visualisierungen dienen, kombiniert datamatics abstrakte und mimetische Darstellungen von Material, Zeit und Raum in einem atemberaubend durchkomponierten Werk. In dynamischen, computergenerierten Projektionen von Bilderfolgen in reduziertem Schwarz-Weiß, kombiniert mit frappierenden Farbakzenten, kreiert Ikeda eindrucksstarke, aber minimalistische grafische 3D-Darstellungen von Daten, die durch verschiedene Dimensionen strömen. Ikeda entwirft einen Soundtrack, der die bildliche Darstellung durch minutiöse Schichtung von Schallkomponenten reflektiert und dabei gewaltige und offenbar unbegrenzte akustische Räume freisetzt. Die technische Dynamik des Stücks – wie seine extrem schnelle Bildfrequenz und variable Bit-Fülle – fordern und erkunden die Grenzbereiche unserer Auffassungskraft.“

Und besser kann man es eigentlich auch nicht sagen. Hinzu kommen außerdem fünf auch aus Japan stammende Kollegen namens Otomo Yoshihide, Sakamoto Hiromichi, L?K?O, Kirihito und Umi No Yeah !!, deren ebenfalls sehr experimenteller Sound schon in der Dokumentation “We Don’t Care About Music Anyway” über Tokyos Avantgarde-Musikszene festgehalten wurde. Die Live-Show unter dem selben, sehr passenden Namen gibt es im Anschluss an Ryoji Ikedas Auftritt zu sehen. Klingt spannend, oder?

Zu diesem außergewöhnlichen Abend am kommenden Samstag, den 26. März um 22 Uhr im TRAFO | Krafwerk Mitte verlosen wir nun 3×2 Karten. Schickt einfach eine Mail mit dem Kennwort „Data Date“ bis Freitag Nachmittag an Wissenswertes@de-bug.de und mit etwas Gück seid ihr umsonst dabei.

Alle nötigen Infos findet ihr noch einmal hier.

3 Responses

  1. Zero-Künstler Mack in Bonn | museum kunst spezial

    […] Verlosung: 3×2 Karten für Ryoji Ikeda in Berlin Der Japaner Ryoji Ikeda ist eigentlich eher ein Forscher als ein Musiker. Seine Alben auf Raster-Noton und Touch experimentieren eher mit der Wahrnehmung von Geräuschen als Musik, mit Frequenzen an der Grenze des Hörbaren, mit der Physis des Klangs, als sich unter „Easy Listening“ labeln zu lassen. Read more on de:bug home style […]