Egal wie gut ein Controller ist, irgendwann will man ihn an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Das ist beim Ableton Push theoretisch genauso möglich wie bei der APC 40 (für die es ja schon eine ganze Reihe von Anpassungen gibt), bisher aber weder von Ableton unterstützt noch ausreichend dokumentiert. Florian Zand hat sich nun drangesetzt und auf seiner Homepage nicht nur erklärt, wie man Max For Live-Patches für Push macht, sondern auch wie der Controller mit Live über Python-Scripts kommuniziert. Das Push Developer Kit ist kostenlos (Download siehe unten)und besteht aus aktuell 11 M4L-Patches, die dabei helfen sollen, eigene Patches zu basteln. Die Videos hier drunter sind eher Proof-Of-Concept, zeigen aber schon ganz eindrucksvoll, was mit dem Kit möglich ist, so zum Beispiel ein Port der Monome-App Polygomè. Wir sind gespannt, was da noch für Anpassungen kommen mögen.
Nachdem vor einer guten Woche schonmal kurz das Update auf Live 9.03 aufgeblitzt war, aber dann schnell wegen inaktiven AUs und VSTs zurückgezogen wurde, hat Ableton gestern das Update auf 9.04 online gestellt. Das bietet neben der neuen Disco-Skin vor allem eine Reihe von Bugfixes wie zum Beispiel ein schnelleres Indexing des Browsers und auch ein paar Änderungen für Push. Es ist eine recht lange Liste geworden, deswegen empfehlen wir euch einen Blick auf die Release Notes.
Ocean Way Studios als Plugin und Apollo-Kaskadierung
Universal Audio haben die UAD-Software auf Version 7 gehievt: neu dabei sind neben dem hauseigenen Ocean Way Studios Plugin, das die akustischen Eigenschaften des legendären Studios emuliert der Röhrenverzerrer SPL TwinTube und der Sonnox Oxford Inflator, der auch schon auf diversen anderen Plattformen zu haben ist. Ansonsten lassen sich wie angekündigt jetzt bis zu zwei Apollo oder zwei Apollo 16 miteinander kaskadieren (was allerdings noch nicht gemischt geht), es gibt diverse Stabilitätsverbesserungen, allerdings wird Cubase 7 nach wie vor nicht offiziell unterstützt. Die kompletten Release Notes findet ihr auf der Webseite.
Die drei Volcas von Korg waren definitiv die größte News der Musikmesse, wir konnten sie letzte Woche ein bisschen ausprobieren, denn Tatsuya Takahashi von Korg, der schon maßgeblich an der Entwicklung der monotron-Reihe und der Monotribe beteiligt war, war in Berlin und schaute mit den drei ersten Volcas im Gepäck bei Peter Kirn (CDM) im Studio vorbei.
Special Stage Systems haben mit Ming Mecca World Core und Control Core zwei Module entwickelt, die 8-Bit Computergames ins Eurorack-Modularsystem integrieren. Mit üblichen Steuerspannungen lassen sich mit World Core Gamelmente erzeugen und steuern, die dann auch noch per SD-Karte gegen eigene ausgetauscht werden können. Das geht, wie immer in Modularsystemen, natürlich in alle Richtungen, so dass man mit dem geschraubten Spiel dann auch gleich wieder Musik machen kann. Control Core intergriert den NES-Controller in die Modularwelt. Sieht sehr spassig aus:
Native Instruments haben heute Traktor DJ auch fürs iPhone rausgebracht. Wider Erwarten lässt es sich selbst auf einem iPhone 4 mit Wurstfingern noch erstaunlich gut bedienen und bietet alle Funktionen der iPad-Version, wenn auch mit einer anderen Fensteraufteilung. Wer damit tatsächlich auflegen will, kann das tun, ansonsten ist die App aber als Tool zur Vorbereitung von Sets ziemlich paktisch (Tempo, Beat Grids, Cue Points setzen) oder für den Mix unterwegs. Auch ziemlich gut übrigens wenn man mal eben ein paar Slices von einem Track für einen anderen verwursten will, was natürlich noch besser wäre, wenn Traktor mal MIDI-Clock versteht.