clean
clean
 MUSIKTECHNIK
AUTOR
 
DATUM
6.05.2007 | 15:25
 
KOMMENTARE
 
TAGS
  

 

  

Klang Special : SPL Mixdream und Mixdream XP

Analoge Summierer bringen Wärme in den Rechner-Sound


2591_front_960.jpg
md_front_shdw_1024.jpg

Analoge Kraft in der digitalen Welt, Teil 1. Ist der Sound vom Rechner zu kalt, bringen die analogen Summierer die Wärme zurück. Zum Beispiel: SPL.

von Benjamin Weiss aka nerk aus De:Bug 111

SPL

[ratings]

Interview mit Paul Lentzen von SPL zum Mixdream und Mixdream XP

Momentan gibt es noch nicht so viele Analogsummierer auf dem Markt.

Wir stellen fest, dass die Nachfrage in den USA größer ist als in Europa. Seit der Markteinführung des Mixdream im Jahr 2003 wächst das Interesse kontinuierlich oberhalb unserer Prognosen. Da der USA-Markt immer noch eine Trendsetter-Funktion innehat und das Interesse stetig wächst, spricht also einiges dafür, dass sich der Trend zur analogen Summierung weiter durchsetzt.

Die Mixdream-Geräte beginnen bei 16 Kanälen, viele Soundkarten haben heutzutage aber 8 oder noch weniger Ausgangskanäle, selbst der Mixdream XP ist also für diese Anwender leicht überdimensioniert. Wird es eine noch kleinere Lösung als den Mixdream XP von SPL geben?

Das hängt natürlich von der Nachfrage ab … bisher besteht diese hauptsächlich im Bereich größerer Studios mit einem Bedarf von mindestens 16 Kanälen, meist deutlich mehr. Hier werden große Konsolen durch DAWs mit MixDreams ersetzt, die ja bis zu einem Maximalausbau von bis zu 162 Kanälen kaskadierbar sind. Wenn sich der Trend zur Analogsummierung nun auch in Kundenkreisen mit geringerem Kanalbedarf durchsetzt, wäre eine achtkanalige Version schnell am Start.

Denkbar wäre auch eine Kombination von Analogsummierer und AD/DA Wandler. Ist so was bei SPL in Planung oder beschränkt ihr euch weiterhin eher auf den analogen Teil?

Wir konzentrieren uns weiterhin auf den analogen Teil. Es gibt viele hervorragende Anbieter im Wandler-Markt, der zudem einem viel schnelleren Rhythmus unterliegt als der Bereich analoger Technik. Bei uns sind Produktzyklen von zehn Jahren und mehr völlig normal, aber wer würde heute einen zehn Jahre alten Wandler kaufen? Erfahrungsgemäß haben die Kunden auch oft bestimmte Präferenzen, was die Qualität oder Ausstattung der Wandler betrifft. Ohne eine Vorgabe von uns kann der Kunde jederzeit das jeweils geeignetste Modell mit der besten Preisleistung einsetzen.

Eure passiven EQs klingen sehr gut, sind aber auch nicht gerade billig. Wird es eine günstigere Variante in diesem Bereich von euch geben oder seht ihr da keinen Bedarf, weil ihr eher auf Masteringstudios abzielt?

Eine günstigere Variante des Passeq ist zurzeit noch nicht in Planung, aber Überlegungen dazu gibt es natürlich. Die Reduktion ohne Qualitätseinbußen ist nicht einfach, da gerade die hohe Zahl der passiven Filter den Passeq zu einem kompletten, universellen EQ machen.

SPL

Auch gut:

  1. Pro Tools 10
  2. Focusrite Scarlett 8i6 & 18i6
  3. Audio-Interfaces im Test – Bedroom-Producers beste Freunde



DIE WOLKE HAT 3 Kommentare zu "Klang Special : SPL Mixdream und Mixdream XP"

  1. Jul

    Den Klangunterschied hätte ich gerne mal gehört und dann ist die Frage ob man den damm mit 1.500 / 3.000 zahlen will…

  2. Wolfgang

    Also in einer der letzten Keys gab es einen Artikel plus mp3-Beispielen. Analoges Summieren mit den geeignete Werkzeugen und dem Können wird definitiv den Klang verbessern – ob wie schon gesagt – der Unterschied den o. g. Betrag einem Wert ist, kann jeder selbst entscheiden. Vor allen Dingen im Homerecordingbereich eine entscheidene Frage.

  3. Oft wird dabei vergessen, dass es um einen “natürlicheren” Headroom geht. Bei meinen ersten Gehversuchen mit analoger Summierung hatte ich nicht nur den Eindruck, dass der Mix schneller von der Hand geht, sondern durch das Aufsplitten der Outs auch mehr Faderweg übrig bleibt.

    Ich sag nicht, das es unmöglich ist ohne zu Arbeiten. Ich schildere nur meinen Eindruck und der war für mich, dass der Spaß beim Mixdown enorm zu nimmt. Ich komme schneller in einen FLOW wo ich mehr intuitiv handle, weil ich nicht ständig mit nen Mini Faderweg abfinden muss der bei vielen Spuren ITB doch schnell arg sich aufs untere Ende des Faders beziehen kann….(wollte ich lange nicht glauben aber beim Öffnen alter Session sah ich genau dieses Phänomen)

    Ob es besser klingt… Na ja Bob Katz sagte mal die Dinger liefern nur ein wenig Saturation und das wars. Da könnte Katz recht haben. Meinen oben genannten Punkt hat er aber nicht bedacht…. einen anderen Work-Flow. Ein anderes Gefühl für Headroom entsteht.

Du meinst

Connect with Facebook