Field Recording Special : Zoom H4
Minirecorder im Elektroschockerformat
Zooms H4 sieht tatsächlich aus wie ein Elektroschocker mit seinen zwei gabelartig herausragenden Mikros, die von einem Drahtgitter geschützt werden.von Benjamin Weiss aka Nerk aus De:Bug 114
Übersicht
Der Zoom H4 kann Audiosignale mit bis zu 24 Bit/96 kHz als WAV auf eine SD-Karte mit bis zu 2 Gigabyte aufnehmen, mitgeliefert wird eine Karte mit 128 MB. Zusätzlich zur WAV-Aufnahme lassen sich aber auch MP3s aufnehmen, außerdem kann man den H 4 auch als Audiointerface nutzen.AufnehmenDas kann man wahlweise über die eingebauten True-Stereo-Mikros oder die Klinke/XLR-Kombis, wobei der jeweilige Verstärkungspegel in L (low), M (medium) und H (high) einstellbar ist. Zum Anschließen externer Kondensatormikros lässt sich eine Phantomspannung von 24 V oder 48 V anlegen. Etwas umständlich gestaltet sich das Einpegeln, wenn man also schnell reagieren muss, sollte man das vorher erledigen. Die integrierte Auto-Gain-Funktion analysiert das anliegende Signal und pegelt entsprechend automatisch ein, so dass es nicht zu Übersteuerungen kommt, jedenfalls nicht, wenn das danach aufgenommene Signal nicht lauter wird.
Sound
Der Sound des integrierten Mikros ist erstaunlich gut und räumlich, allerdings ist es etwas windempfindlich, so dass man den mitgelieferten Windschutz auf jeden Fall für den Außeneinsatz braucht.MobilitätIm Betrieb als Audio-Interface zieht sich der H4 seinen Strom komplett über USB. Zum Mitnehmen besitzt er keinen eigenen Akku, was aber kein Nachteil ist, denn mit zwei Mignon-Batterien kommt man problemlos auf eine Nutzungsdauer von vier Stunden und muss ihn nicht erst irgendwo ans Netz hängen, um Akkus aufzuladen. Der H4 wiegt so viel wie zwei Tafeln Schokolade, ist für die Hosentasche aber ein wenig sperrig.ExtrasNeben dem Gebrauch als Audio-Interface via USB (je zwei Ein- und Ausgänge, auch das Mikro kann benutzt werden) kann er auch als einfacher 4-Track-Recorder benutzt werden, wobei die Audioqualität auf 16 Bit/44,1 kHz festgelegt ist. Damit das Aufnehmen von echten Instrumenten noch einfacher ist, hat der H 4 ein eingebautes Metronom und sogar einen Tuner sowie diverse Nachbildungen von bekannten Gitarrenvorverstärkern und Mikros, die direkt mit aufgenommen werden können. Aufgenommene Takes lassen sich sofort bouncen, um wieder freie Spuren zu bekommen, aber natürlich auch einzeln in den Rechner übertragen. Die USB-Transfergeschwindigkeit ist nicht besonders hoch, was sich aber verschmerzen lässt. Als zusätzliche Dreingabe wird Cubase LE mitgeliefert, eine auf 48 Audiospuren abgespeckte Einsteiger-Version.FazitDas Handling ist gut, wenn man sich auch zuweilen wegen der vielen Funktionen durch diverse Menüs klicken muss und der Kasten durch seine Dicke etwas sperrig in der Hand liegt. Kleine Kritik gibt es auch für die kombinierte Batterie/SD-Card-Klappe: Beim Öffnen und Schließen sollte man nicht zu hektisch sein, sonst verkantet sich die etwas merkwürdige Konstruktion. Schön wäre auch, wenn man das Einpegeln vielleicht per Softwareupdate ein wenig intuitiver gestalten könnte. Ansonsten kann man für den Preis echt nicht meckern: ein gutes mobiles Aufnahmegerät mit integriertem Mikro und XLR/Klinkenanschluss, das sich auch als einfaches Audiointerface und 4-Tracker mit integrierten Effekten und Mikrofon- und Verstärkersimulationen nutzen lässt.Lohnt sich!
Preis: 329,- Euro
Aufnahmemedium: SD Card bis 2 GigabyteAufnahmeformate: WAV (BWF) (16/24 Bit, bis 96 kHz), MP3 (bis 320 kbps)
Stromversorgung/Laufzeit: ca. 4 Std. (AA Batterien)
Abmessungen: 70x152x35mm, 190g
Lieferumfang: 128MB SD Card, Netzteil, Windschutz fürs integrierte Mikro, USB Mini- auf Normalkabel
Auch gut:
DIE WOLKE HAT 2 Kommentare zu "Field Recording Special : Zoom H4" 
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Trackbacks
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[...] einem Memory Stick um weitere 4 Gigabyte erweiterbar) besitzt zwei eingebaute Mikros (ähnelt dem Zoom H4 ein wenig), nimmt WAV in 16/24 Bit bis zu 96 kHz auf und besitzt einen eingebauten Limiter, einen [...]





Was mich wundert: Wie will ich den Dynamikumfang von 24Bit bei ner Betriebsspannung von 3V erreichen?