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 MUSIKTECHNIK
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24.08.2007 | 19:12
 
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Direkt am Trommelfell

Neue Kopfhörer von Shure


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Musik kommt uns immer näher. Seit Kopfhörer-Hersteller das In-Ear-Monitoring der Konzertbühnen für den Consumer-Markt entdeckt haben, stecken uns die Ohrhörer immer tiefer im Ohr – für besseren Sound. Shure kommt mit Modellen für jeden Geldbeutel.

von Thaddeus Herrmann aus De:Bug 114

Shure

SE210
Frequenzgang: 25Hz-18,5kHz
Treiber: Hi-Definition MicroSpeaker
149.- Euro

SE310
Frequenzgang: 22Hz-19kHz
Treiber: Hi-Definition MicroSpeaker & Tuned BassPort
249.- Euro

SE420
Frequenzgang: 20Hz-19kHz
Treiber: Dual TruAcoustic MicroSpeaker
349.- Euro

SE530
Frequenzgang: 18Hz-19kHz
Treiber: Triple TruAcoustic Microspeaker
449.- Euro

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INTERVIEW

Scott Sullivan ist Senior Director of Product Development bei Shure. Die Entwicklung der Sound-Isolation-Ohrhörer hat er mitgeprägt.

In-Ear-Ohrhörer erobern seit ein paar Jahren den Consumer-Markt. Erzählen sie die Geschichte aus Ihrer Sicht.

Wir arbeiten seit 2002 an diesen Produkten. Damals haben wir die E-Serie vorgestellt. Sie basierte auf der Ohrhörer-Komponente aus unseren Personal System Monitors. Damals beobachteten wir, dass viele Musiker die Ohrhörer auf jenseits der Bühne verwendeten. Der Schritt, diese Technologie auch als Consumer-Produkt anzubieten, bedeutete, dass unsere Kunden die Klangqualität, den Tragekomfort und die Mobilität nutzen konnten, die bislang Musikern vorbehalten war. Die aktuellen Modelle, die SE-Linie, basieren auf den Erfahrungen mit der ursprünglichen E-Serie, haben aber eine verbesserte Ergonomie, sind modularer und haben einen verbesserten Klang.

Was ist der große Vorteil dieser Ohrhörer?

Dass sie auf der Erfahrung aufsetzen, die wir bei der Betreung von Bühnenkünstlern gesammelt haben. Die Ohrpassstücke aus Schaumstoff schirmen Umgebungsgeräusche so gut ab, dass sehr kleine Lautsprecher einen sehr präzisen Klang direkt an das Ohr liefern können. “Normale” Kopf- oder Ohrhörer sitzen außerhalb des Ohrkanals und verzichten gänzlich auf Abschirmung. Andere Firmen bieten “Noice-Cancelling”-Ohrhörer an, die angeblich den gleichen Grad der Abschirmung bieten, wie unsere “Sound-Isolation”-Modelle. Doch es gibt Unterschiede, die sich aus der Ergonomie unserer Produkte ergeben. Unsere Ohrhörer trägt man wie Ohrstöpsel tatsächlich im Ohr, der weiche, anpassungsfähige Schaumstoff passt sich dem Ohr an und lässt so keine Geräusche durch. Damit liegen wir bei rund 37 dB Abschirmung, andere Hersteller erreichen nur 20 dB. Viele Noise-Cancelling-Ohrhörer sind dazu noch aktiv, d.h. sie sind größer, schwerer, oft sogar mit Batterie, die bestimmte Frequenzen nutzen, um Umweltgeräusche zu verdrängen. Dabei kommt es zu Artefakten. Wir glauben, dass unser System besser ist, weil es die natürliche Beschaffenheit des Ohres nutzt, auf Technik verzichtet und somit zum besseren Ergebnis kommt.

Der SE530 ist vereinfacht gesagt ein Drei-Wege-Lautsprecher mit einem Hoch- und zwei Tieftönern. Mit welchen technischen Herausforderungen ist man bei solch einem Design konfrontiert?

Kurz gesagt: Wie kann man die heimische Stereo-Anlage so schrumpfen, dass sie in das Ohr passt. Faktisch geht es um Akustik und Mechanik, die in ein ansprechendes Design passen und dabei einen fantastischen Klang liefern müssen. Nur in der Kombination der drei Wege konnten wir den Klang erreichen, den wir uns vorstellten. Als wir die drei Komponenten hatten, mussten sie in Einklang gebracht werden, damit kein Frequenzbereich überbetont wird. Dafür mussten wir dann die Komponenten noch einmal komplett überarbeiten und vor allem die Bauteile, die den fließenden Übergang zwischen den Frequenzbereichen garantieren, miniatursieren. Dann kam das Design. Edel sollte es aussehen, auch nach intensivem Gebrauch. Außerdem haben wir beim SE530 erstmalig unserer neuen Ohrpassstücke ausprobiert, was viel Forschungsarbeit bedeutete. Viele Erfahrungen, die wir bei der Entwicklung des SE530 gemacht haben, sind auch in die anderen Modelle mit eingeflossen.

Dennoch ist der SE530 größer und schwerer als andere Ohrhörer. Gibt es natürliche Grenzen für solche Ohrhörer, was Gewicht und Größe angeht?

Naja, der SE530 wiegt 30 Gramm, das empfinden wir nicht als schwer. Und er ist kleiner als die Modelle 2c und 5c unserer früheren E-Serie. Man muss die Modelle “Probe tragen” und schließlich das finden, das am besten zu einem passt.

Der SE530 ist mit 450 Euro sehr teuer. Gleichzeitig werden MP3-Player immer billiger? Empfinden Sie das als Gegensatz? Die Menschen kaufen billige Abspielgeräte und geben dann viel Geld aus, um ihre komprimierte Musik zu hören?

Unsere Umfragen haben uns andere Ergebnisse beschert. Viele der Käufer des SE530 haben sich schon lange von Kompression verabschiedet und verwendet den Ohrhörer entweder zu Hause an der Stereoanlage oder aber für unkomprimierte Files, wenn sie unterwegs sind. Außerdem: Der Ohrhörer bietet sechs Lautsprecher. Kauft man die für die heimische Anlage, sollte man schon 500 Dollar ausgeben!

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DIE WOLKE HAT 3 Kommentare zu "Direkt am Trommelfell"

  1. Jan

    Ja, also wenn der nerk vom PortaPro schon genauso begeistert ist, wie ich, kann ich den 530 ja blind kaufen. :)

    Wie ist denn der Vergleich PortaPro und 530?

    Gruss

    Jan

  2. nerk

    weiss ich leider nicht, da musst du den Thaddeus fragen (ich glaube der hat sie beide gehört) :)

  3. Jan

    Also ich finde Thaddeus sollte sich mal dazu äussern. Hier und jetzt! :) Vor allem, weil ich mal mit nem Entwickler von Hearsafe gesprochen hab, der meinte, dass Mehrwegsysteme in Kopfhörern schlecht zu realisieren wären… hmmmm…

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