Kaossilator im Test – Jammen de Luxe mit Korg
Im gleichen Gehäuse wie das Mini-Kaoss-Pad steckt Korgs Kaossilator. Der kleine Phrase-Sampler ist das perfekte Performance-Tool.
von Benjamin Weiss aka Nerk aus De:Bug 117
Übersicht
Der Kaossilator kommt mit insgesamt 100 Sounds und Drums, die mit der MMT-Sound-Engine (die auch im Radias, der R3 und den Electribes steckt) erzeugt werden. Neben diversen “Natursounds” wie Piano und Trompete sind das vor allem eine Menge Synthesizersounds und -clusters sowie ein paar Drumsounds und -loops mit kompletter Instrumentierung. Mit der X-Achse des Pads wird die Tonhöhe gesteuert, die Y-Achse dient diversen, vom Preset abhängigen unterschiedlichen Parametern wie Filterfrequenz, Feedback und Modulationsintensität. Da man auf dem Trackpad nicht unbedingt immer den richtigen Ton trifft, lassen sich 31 verschiedene Skalen anwählen, die nur entsprechende Töne zulassen.
Man kann die Sounds und Loops wahlweise völlig frei und ohne Quantisierung einspielen, aber auch den integrierten Gate Arpeggiator nutzen. Der ist nichts weiter als eine automatische Quantisierungsfunktion (hat also nichts mit einem normalen Arpeggiator zu tun, gleicht eher der Note-Repeat-Funktion der MPCs), der den angewählten Sound in verschiedenen Quantisierungen triggert, sobald man den Finger aufs Pad legt. Neben den üblichen geraden Quantisierungen (z.B. 1/4tel, 1/8tel usw.) gibt es auch rhythmisch komplexere; insgesamt stehen 50 verschiedene zur Auswahl. Aufnehmen lassen sich Phrasen von bis zu zwei Takten Länge, die Aufnahme wird bei gedrückter Play/Record-Taste gestartet und endet mit dem Loslassen der Taste. Die Anzahl der verschiedenen Phrasen, die sich layern lassen, ist nahezu unbegrenzt, ich wollte zwar ausprobieren, wie viele wirklich möglich sind, aber bei 20 verschiedenen Sounds war es bereits ein derartiges Chaos, dass ich den Versuch aufgab: Auf jeden Fall sind es genug.
Performance, Bedienung & Sound
Der Sound ist für den Preis auf jeden Fall recht überzeugend. Die Bedienung geht sehr flüssig von der Hand, denn die Bedienelemente und die Haptik sind ziemlich gut durchdacht, so dass man schnell das Grundprinzip verinnerlicht und schon nach kurzer Zeit keine Lust mehr hat, den Kaossilator aus der Hand zu legen. Ein wenig ungenau ist allerdings das Löschen von einzelnen Spuren, da man exakt in dem Moment, wo das zu Löschende erklingt, die Erase-Taste drücken muss, was nicht immer gelingt. Ein bisschen gewöhnen muss man sich auch an das Anpassen an externe Tempi, allerdings läuft der Kaossilator, wenn er einmal synchronisiert ist, sehr zuverlässig und konstant im gleichen Tempo weiter.
Fazit und Ausblick
Das Teil macht enorm Spaß, so viel lässt sich sagen. Trotz fehlender Synchronisation (mal abgesehen vom Eintappen) und Speicherbarkeit (ist die Kiste aus, dann ist auch alles Aufgenommene weg), kann man mit dem Kaossilator tolle Sachen machen. Durch die praktische Größe und den Umstand, dass es wahlweise auch mit Batterien läuft (vier Mignon-Batterien haben bei intensiver Benutzung viereinhalb Stunden ausgereicht), ist es auch ideal für unterwegs.
Korg sollte das Konzept auf jeden Fall noch in einen großen Kaossilator (vielleicht einfach als Update fürs KAOSS Pad?) einbauen, denn die Bedienung über das Pad in Verbindung mit dem Gate Arpeggiator ist sehr intuitiv und führt enorm schnell zu lustigen, ungewöhnlichen und oft auch sehr brauchbaren Ergebnissen. Der “große” Kaossilator müsste gar nicht so viel mehr können: Midi-In (zum Synchronisieren) und Midi-Out (um auch externe Drums, Synthsounds und Samples spielen zu können), vielleicht noch ein paar mehr Sounds und die Möglichkeit, Samples abzuspielen; vielleicht auch noch ein erweiterter Gate Arpeggiator, der sich via Midi mit eigenen Quantisierungsmustern füllen lässt und der Möglichkeit, einzelne aufgenommene Phrasen separat zu muten. Dann wäre es für mich definitiv das Interface der Wahl: intuitiver als Keyboards oder Pads und dabei auch noch äußerst handlich und eine große Konkurrenz für sämtliche Grooveboxen.
Preis: UvP : 178,- Euro, Strassenpreis ca. 149,- Euro
Anschlüsse: Netzteil, Cinch Stereoausgang
Auch gut:
DIE WOLKE HAT 17 Kommentare zu "Kaossilator im Test – Jammen de Luxe mit Korg" 
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Hi!
Ich hab jetzt auch den Kaossilator, und er macht richtig Spaß, so wie’s in deinem Review steht stimmt alles. Allerdings muss ich noch bemängeln, dass das Tempo vom Gate Arpeggiator nicht wirklich einstellbar ist. Zumindest beim Loop aufnehmen läuft das Gate völlig asnychron mit den Takten des Loops (bin ein Neuling, ich hoffe ich hab das verständlich ausgedrückt…). Sauberes Loopen funktioniert nur bei 120 BPM (oder eben 60). Falls ich irgendwas übersehen habe, ich lese gerne emails
Ansonsten ist es ein geniales Spielzeug, und das ist kein Widerspruch.
Seltsam, das Problem hatte ich nie, der lief immer brav synchron zum Tempo…würde ich im zweifel umtauschen gehen!
Mmmh hab das Teil ganz oben auf meiner einkaufsliste, aber das man nich speichern kann find ich schon ziemlich doof, grade wenn man unterwegs in der bahn sitzt und grad nen tollen Loop gezimmert hat.
Hat sich erledigt, war wohl “menschliches Versagen”, Gate und Loops sind eh schön synchron
Ganz nebenbei, ich hab jetzt zwei von den Dingern und spiel die beiden gemixt über den Kaoss Mixer 402. 3x Touchpad, intuitiver geht’s wohl nicht… Ok, zugegeben, was ernsthaftes kommt eher nicht raus, Spaß macht’s trotzdem!
Gilbert halt den rand du hast keinen plan von der materie
Von wegen nichtn synchron und so….2 von den dingern!!!
Boaa wie sinnlos is dass denn!hast wohl reiche eltern oder so…naja egal spost
@noob
dein”nick”spricht bände…
Tatsächlich dachte ich immer das wäre nur so ein Spielzeug. Gelb, Plastik, null Funktion. Durch Youtube und Konsorten bin ich allerdings neugierig geworden und hab mir so ne Tischhupe zugelegt. Ich glaub das war ein meiner besten Hardware-Investitionen ever. Das ding macht ne Laune, unglaublich, und die hälfte der Sounds überzeugen absolut! Mal abgesehen von den oben genannten Wünschen wie Midi Sync und Speicherbank, wäre ich noch für nen Lautstärkenregelung der einzelnen Sequenzen,aber hey, da kann man sich ja als “Hardwareerweiterung” das große KaossPad zulegen.
Geniales Spielzeug – ehrlich wahr! Die meisten Sounds sind richtig gut. Anstatt der lahmen Drum-Patterns würde ich viel mehr von den “chorded” sounds (Pads) bevorzugen. Spassfaktor und Klang sind meiner Ansicht nach enorm. Die Begrenzung auf 2 bzw. 4 Takte kann ich im Zeitalter des billigen Speichers nicht verstehen.;16 wären da ein brauchbares Standard-Maß.
ich hab das gerade bei einem dj-freund und aufgrund des preises MUSS ich es haben. jetzt hat der mir gesagt, mit chinch einfach an den pc und ALLES wird aufgenommen? bin ungläubig, wie soll das gehen? software scheint ja keine dabei zu sein… PLEASE help! bin alleinerziehende musiksüchtige mami, und meine zwetschke und ich wollten das gar nicht mehr aus der hand geben!
danke schonmal an alle!!!
Du holst dir einfach nen Cynch zu 3.5mm Klinke steckst die Klinke in das Line-in von deinem Pc(das hat eig jeder Pc) und Lädst dir Audacity runter ( Das kost nix).
da kannste dann für jede Kaossilator-Spur eine Spur mit audacity anlegen und hinterher zusammenmixen .
klappt super
Achso:
Auf YouTube gibts videos wie man den Kaossilator von 8 auf 16 beats mogeln!
Bei nem Kumpel hatzs geklappt.
Link:
Hi leute ich hätte da mal ne frage !!!
was gibt es denn für unterschiede zwischen dem Kaossilator und dem Kaoss Pad Mini?
wäre nett wenn ihr mir antworten könntet
das kaoss pad mini ist ein effekt modul – das schaltest du ZWISCHEN ein instrument und deinen pc, einem mischpult usw.
- du kannst alleine mit dem kaoss pad mini eher nichts machen.
der kaossilator IST ein instrument, du kannst alleine mit ihm alles machen (was du kannst
hey…
hab das teil in PINK seit vorgestern und bin SOWAS von begeistert…. super sounds und intuitive bedienung… gerade für den SOMMER das ultimative spielzeug…. das din hängt im park an einem mini 5W gitarren amp und somit stielt man jedem mit ner gitarre die show….
die eine sache die mich noch brennend interessiert ist folgende: wenn ich verschiedene sounds aufnehme und den letzten zb wieder löschen mag, geht das wohl nicht, oder?
oder kann man doch einzelne spuren wieder rausnehmen?
danke für nen tipp und noch ein schönes “KAOSS”-wochenende