clean
clean
 MUSIKTECHNIK
AUTOR
 
DATUM
16.01.2008 | 16:44
 
KOMMENTARE
 
TAGS
  

 

  

Im Test : Apogee Duet

Apogee bringt mit dem Duet den legendären Klang der kalifornischen Firma in die Heimstudios.


duet_3qtr_wht_high.jpg

Von Thaddeus Herrmann aus De:Bug 120

Exzellenter Sound, perfekter Form-Faktor, leicht zu bedienen, guter Preis: Apogee bringt mit dem Duet den legendären Klang der kalifornischen Firma in die Heimstudios. Mac vorausgesetzt.

duet_rp_high.jpg

Software
Das Duet ist komplett auf 24Bit/96kHz ausgelegt und hat die berühmten HighEnd-Apogee-Wandler mit an Bord. Die Core-Audio-Integration ist vorbildlich, alle Apple-Audio-Programme (Logic, GarageBand, Final Cut, Soundtrack Pro) werden nativ unterstützt, d.h. das Duet kann über ein integriertes Kontrollfeld direkt in den Programmen gesteuert werden. Alle Funktionen hat man direkt im Blick. Zusätzlich bietet die Apogee-Software Maestro noch übersichtlichere Kontrolle, inkl. Erstellung von eigenen Konfigurationen. Maestro funktioniert denkbar einfach. Hier können die Inputs umgeschaltet (XLR Mic, XLR Line +4 dBu, XLR Line -10dBV) und gruppiert, Phantomspeisung dazugeschaltet, die Phase umgedreht und das Output zwischen Line und Instrument-Amp umgeschaltet werden. Entsprechende Feinjustierung erfolgt über große Regler. Das Line Out lässt sich zwischen 0 und -64 dB einstellen, das Verstärker-Output hat fest eingestellte -20dB. In der “Advanced”-Sektion können gewisse Verhaltensmuster des Interfaces eingestellt werden. Einerseits kann man sich entscheiden, ob man das volle Potential des Duet nutzen oder den möglichen Gain von vornherein reduzieren möchte, um Verzerrungen zu vermeiden. Apogee nennt das “Clickless Operation”. Andererseits kann man hier bestimmen, was auf der Level-Anzeige des Duets angezeigt wird: immer Input, immer Output oder “Follow Section”, d.h.: was ausgewählt ist am Interface, wird auch angezeigt … eindeutig die praktischste Einstellung. Ein kleiner, aber sehr ausgefeilter Mixer bietet einen Stereo-Strip für die Inputs mit Panning von den Ins des Interfaces direkt an die Outputs. “From Mac” regelt Signale, die aus dem Rechner kommen, an die Outputs, und schließlich das Output, wo man sich entscheiden kann, ob das Signal des Maestro-Mixers an die Outs geschickt wird oder aber direkt das Output des jeweils aktiven Programms.
Weiterhin können hier bis zu vier Midi-Controller zugewiesen werden. Diese Funktionalität vernachlässige ich in diesem Bericht – Controller haben mich schlicht noch nie interessiert.

Hardware
Das eigentliche Interface ist hervorragend verarbeitet und die Bedienung an der Hardware ist extrem clever gelöst. Eine alleinige Steuerung über die Software wäre nicht mehr zeitgemäß, das weiß man bei Apogee, drum thront ein großer beeindruckender Endlosregler mit Rasterung auf der Oberseite des Duets. Hierüber lassen sich alle Funktionen schnell erreichen: laut/leise, Mute, Umschalten der LED-Level-Anzeige. Sind Midi-Controller zugewiesen, natürlich auch deren Werte. Sonst sieht es einfach gut aus und scheint unkaputtbar … wir sind schlicht begeistert.

Fazit
Das Duet von Apogee kostet knapp 500 Euro. Für diesen Preis bekommt man zwar kein aufgeblasenes Mehrkanal-Interface, aber den perfekten Begleiter für kleine Projektstudios einerseits und Menschen, die nur noch in der DAW mischen, andererseits. Der Sound ist fantastisch, das Interface sieht blendend aus, die Verarbeitung ist hervorragend, die Software-Integration vorbildlich und ausgeklügelt. So bleiben für Musiker, die am Mac arbeiten, keine Fragen offen. Einfach einschalten und wohlfühlen im Apogee-Sound.

Apogee

Mega Audio (deutscher Vertrieb)

Preis: 499,- Euro

Auch gut:

  1. Audio-Interfaces im Test – Bedroom-Producers beste Freunde
  2. Im Test: Alesis IO Dock



DIE WOLKE HAT 4 Kommentare zu "Im Test : Apogee Duet"

  1. Jul

    Ich habe das Duet an einem MacBook Pro eingerichtet und musste Maestro immer geöffnet haben um das “From Mac” Signal aus Logic Pro zu hören. Nicht so schön.. Sonst ne schöne Kiste.

  2. Jan

    hört sich schon mal sehr gut an *habenwill*
    gibt es noch ausführlichere, technische tests, die nicht so “schwärmerisch” sind?

Du meinst

Connect with Facebook

Trackbacks

  1. [...] Audio-Interface Duet von Apogee haben wir bereits gefeiert: zu Recht. Jetzt hat sich eine kleine Schmiede daran gemacht, das Teil noch besser zu machen, bzw. [...]