Mit Push lässt sich Live tatsächlich wie ein Instrument spielen

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Laptop-Live-Acts haben ein Interface-Problem, denn ohne adäquate haptische Bedienoberfläche ist das Spielen mit dem Rechner reichlich trostlos und obendrein unansehnlich. Eine wirklich zufriedenstellende Lösung für Ableton Live gab es bislang nicht, was wohl auch erklärt, warum Ableton als Hersteller der dominierenden Software jetzt die Hardware-Bühne betritt, um aus Live ein vollwertiges Instrument zu machen: Push heißt die Kiste, die zwar von Akai gebaut, aber vollständig bei Ableton entwickelt wurde. Wir haben Push und Live 9 (hier) angetestet, jeweils mit Beta-Versionen knapp vor dem Release. Kleinere Änderungen zum Verkaufsstart sind also nicht auszuschließen.

von Benjamin Weiss aus De:Bug 169

Buttons & Knöpfe satt
Push sitzt in einem robusten, matt gummierten, schwarzen Metallgehäuse, das mit knapp drei Kilo solide steht, aber noch in jeden Rucksack passt. Das Zentrum bildet eine Matrix aus 8 x 8 Pads, darüber das Display (ziemlich exakt so groß wie bei Maschine, aber durchgängig) und acht berührungsempfindliche Endlosdrehregler für die Parameter und einer fürs Master-Volume, am linken und rechten Rand Button-Reihen für die Mixer- bzw. Selektionsfunktionen. Die Track-Buttons und Pads sind durchsichtig und hintergrundbeleuchtet, wobei ihre Farbe aber nicht Selbstzweck ist, sondern immer optisches Feedback liefert. Das gilt auch für die Berührungsempfindlichkeit der Drehregler, die beim Anfassen weitere Werte des gerade gesteuerten Parameters zeigen. Die anschlagdynamischen Pads mit Aftertouch fühlen sich recht straff an und liegen von der Größe her zwischen Maschine und APC 40. Auf der linken Seite gibt es je einen Drehregler für Tempo und Swing, darunter einen ausladend langen Ribbon Controller, links daneben die Transport- und die Edit-Sektion. Auf der rechten Seite dann zuoberst die Display/Encoder-Sektion, darunter die Note-Sektion, die Add-Sektion und schließlich ein aus vier Buttons bestehendes Steuerkreuz zur Navigation und die Scene/Grid Buttons. Die rechts und links angeordneten Buttons sind allesamt schwarz mit Hintergrundbeleuchtung und leuchten nur, wenn sie im jeweiligen Modus verfügbare Funktionen haben.

Drum-Sequenzer
Der Drum-Sequenzer öffnet sich, wenn im Note Modus eine Spur mit einem Drum Rack selektiert wird. Er teilt die Pads in drei Bereiche auf: in der oberen Hälfte ein Lauflichtsequenzer, wie man ihn von klassischen Drummachines kennt, links unten eine 4×4-Matrix mit Drumsounds, daneben die ersten sechzehn Takte des gerade angewählten Clips, die sich wie Patterns benutzen lassen. Einspielen kann man freihändig über die Pads (quantisiert oder unquantisiert), mit der Repeat-Funktion oder aber indem man Steps im Sequenzer setzt. Die acht Buttons links neben den Pads dienen sowohl der Einstellung der Repeat- Quantisierung, als auch dem Quantisierungsgrid und sind von 1/4tel bis zu 1/32tel triolisch wählbar. Der Ribbon Controller ist hier für die Anwahl von Drumsoundsets zuständig, womit man in jedem Drum Rack direkten Zugriff auf bis zu 128 Pads hat, die mit Samples, aber auch mit Instrumenten oder PlugIns bestückt werden können. Durch Leuchtpunkte unter dem Ribbon Controller sieht man sofort, wo man sich gerade im Drum Rack befindet und welche Pads belegt sind. Der Drum-Sequenzer kombiniert gekonnt bewährte Konzepte etablierter Drummachines und Grooveboxes, und mit einem Workaround lassen sich auch externe Drummachines oder PlugIns steuern: leeres Drum Rack in leeren Track legen, dessen MIDI-Daten dann auf den Track mit dem PlugIn weitergeleitet werden.

Noteneingabe & Clips
Für die Eingabe von Noten hat sich Ableton ein komplett neues System einfallen lassen, das die 64 Pads in ein flexibles Keyboard-Layout übersetzt. Über den Scales-Button werden Tonart oder eine der aktuell 24 Skalen gewählt, wobei die Grundtöne in blau dargestellt werden, die anderen in weiß, eine gespielte Note leuchtet grün auf. Man kann auch ausschließlich die zu einer Tonart/Skala passenden Noten auf den Pads verfügbar machen, die nötigen Griffe für Akkorde sind auch von Nichtkeyboardspieler schnell erlernt. Im Notenmodus ist der Ribbon Controller als riesiges Pitchbend-Wheel ausgelegt.
Ein Clip kann wahlweise mit einer festen Länge, oder aber bis zum Ende der Aufnahme aufgenommen werden. Mit dem Clip-Button können die Position, Start- und Endpunkt, Loop-Länge und -Status editiert werden. In beiden Modi lässt sich die Sequenz verdoppeln, um Variationen zu basteln, bei aktivierter Automation inklusive sämtlicher Reglerbewegungen. Push hat einen eigenen MIDI-Swing, der sich mit einem eigenen Regler einstellen lässt und wie bei der MPC auch mit der Repeat-Funktion schon beim Spielen greift, wodurch man nicht nur die Drums, sondern auch andere Sequenzen gleich mit der nötigen Portion Funkyness versehen kann.

Browser & Devices
Der mit Live 9 eingeführte neue Browser ist integraler Bestandteil von Push: je nach angewählter Spur erzeugt er bis zu vier Spalten im Display, in denen man mit den Drehreglern und den Track Buttons navigiert, geladen wird über die jeweils grün leuchtenden Buttons. Er lässt sich direkt anwählen, öffnet sich aber auch, wenn man per Button einen neuen Track (wahlweise Audio, MIDI oder Return) oder einen neuen Effekt hinzufügt. Ein Live-Set kann auf vielen Ebenen Devices und PlugIns haben, die sich alle über den Device Button und die Drehregler erschließen. Die ersten acht Parameter sind direkt editierbar, die folgenden in Bänken zu je acht angeordnet. Bei mehreren Devices, etwa in einem Effekt-Rack, navigiert man mit den Track Buttons zwischen ihnen hin und her, was gut und erstaunlich übersichtlich funktioniert.

Live spielen im Session Mode
Im Session Mode werden die Clips über die Pad-Matrix gestartet, die schwarzen Buttons auf der rechten Seite dienen hier als Scene-Launcher. Das Starten eines Clips selektiert die entsprechende Spur mit ihren Parametern, so dass man gleich Zugriff auf die entsprechenden Devices und deren Parameter hat. Das geht auch ohne den Clip zu starten mit dem Select Button, wobei zusätzlich die restliche Länge und der Name des Clips angezeigt wird. Durch das Set navigiert man mit dem Steuerkreuz, über die Buttons der Encoder-Sektion hat man Zugriff auf Mixerfunktionen wie die Sends und die Lautstärken, Mute und Solo sind über die Track-Buttons erreichbar. Durch die Entkopplung der Encoder/Display-Kombination ist es aber auch möglich, schnell zu einem Device zu wechseln und es live zu modulieren, ohne den Session View zu verlassen, was sich über die Clipautomation auch gleich festhalten lässt. Auch aus dem Drum-Sequenzer und dem Noten-Interface kann man die Scenes wechseln, was dann so gut wie alle möglichen Szenarien einer Live-Performance umfasst.

Haptik und Spielbarkeit
Insgesamt ist Push verblüffend komplett und kommt ohne umständliche Workarounds aus, was angesichts der Komplexität des Live-Software-Interfaces eine beachtliche Leistung ist. Schön wäre natürlich, wenn man in Zukunft per Editor das Interface anpassen oder frei wählen könnte, ob man den Drum-Sequenzer oder den Noten-Editor für ein Instrument/PlugIn nutzen möchte, außerdem wäre natürlich ein frei mit CCs belegbarer Ribbon Controller gut. Push ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Controller, der als richtiges Instrument funktionieren soll, aufgebaut sein sollte: Nach kurzer Zeit kann man losjammen, auch wenn man vielleicht eher aus der Hardware-Welt stammt. Den Drum-Sequenzer hat man sofort verinnerlicht, ebenso das tonale Spielen mit den Skalen; mit der Clip-Automation kommt schnell Bewegung ins Spiel. Durch die geschickte Integration der Live-Funktionen und den sehr logischen Aufbau vergisst man schnell, dass man überhaupt mit dem Rechner arbeitet und kann sich aufs Musikmachen konzentrieren. Die Pads fühlen sich gut an, die Drehregler liegen sicher in den Fingern, kurz, Push lädt zu ausgiebiger Improvisation ein. Mit Push ist Ableton auf Anhieb der bisher beste Live-Controller gelungen, mit dem sich Live nicht nur auf der Bühne intuitiv steuern, sondern tatsächlich wie ein Instrument spielen lässt.

Preis: 499 Euro (inklusive Live 9 Intro)

Ableton

21 Responses

  1. Ruben Stein

    Naja Benjamin,

    ich kann verstehen, dass Du eine Einleitung brauchtest, aber zu sagen dass es im Bereich Controller “Eine wirklich zufriedenstellende Lösung bislang nicht gab…” ist nun leider blank gelogen ;)

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  2. Benjamin Weiss

    Naja Ruben, wieso? Wie heisst denn deine “wirklich zufriedenstellende Lösung”?

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  3. Benjamin Weiss

    @Ruben: Ok, jetzt weiss ich was du meinst. Das sollte natürlich heissen “eine wirklich zufriedenstellende Lösung für Ableton Live”. Insofern hast du natürlich recht, ist korrigiert.

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  4. (muss)

    Danke erst mal für die detaillierte Funktionsbeschreibung, aber so wirklich entscheidende Details fehlen – was leider typisch für die meisten Reviews ist. Bspw. Button-Helligkeit: Die APC 20 ist in Clubsituation zwar wunderbar zu erkennen. Aber im Sommer auf dem Festival schön zur Afterhour im Sonnenschein? Da muss man plötzlich gut hingucken, um da zu erkennen, was los ist. Wie sieht’s denn da aus? Grade ein anschaulicher Vergleich wäre mal angebracht (Kamera – fixe Belichtungszeit…), da bei dem Gerät ja auch verschiedene Helligkeiten, je nach Stromversorgung, drin sind. Meine Erfahrung hat mir v.a. gezeigt, dass es keinen perfekten Controller gibt. Selbst bei der Yamaha Nuage werden die Profis Mängel entdecken. Das ist auch den verschiedenen Arbeitsweisen geschuldet. Aber Fakt ist, dass Controlller wie APC und Launchpad, den Zugang zu Ableton erleichtert haben. Das war ein wichtiger Schritt. Ist Push nun nur eine weitere Inkarnation von “gut gemacht”? Clipfarben? Du schreibst von schönen Farben der Pads, die optisches Feedback liefern. Und? Sessionmodus? Sieht man die Clipfarben wie auf dem Bildschirm? Oder nur kompromissbehaftete Pastelltöne wie deine(?) Fotos sie zeigen?
    Dass sie so komische Zeilen-Displays verbaut haben geht mir auch nicht in den Kopf. Damit wären graphische Darstellungen, bspw , wie bei einer MPC nicht möglich. Aber man muss sich wahrscheinlich auch was für Push 2 aufheben..

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  5. Ruben Stein

    wobei – jetzt habe ich zu schnell geantwortet… was ich meinte war, dass es ja zig Controller-Lösungen gibt, um Ableton Live zu steuern. Und viele davon (APC, Launchpad, Livid Instruments und, und, und) sind durchaus “zufriedenstellende” Lösungen. Vielleicht nicht so umfänglich und tief in der Software verankert wie jetzt Push – aber es kommt ja auch darauf an, was man vorhat. Den EINEN Controller für ALLE gibt es sowiso nicht :)

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  6. Benjamin Weiss

    Ok, also das ist ja nicht wirklich ein Review sondern tatsächlich ein Preview weil es mit einer Betaversion gemacht wurde, deswegen natürlich auch entsprechend unvollständig. Im Session Modus siehst du die Clips natürlich mit den richtigen Farben, optisches Feedback heisst ja, dass es sinnvolle Daten sind, nicht einfach nur bunt. Was die Helligkeit angeht: im Club reicht auf jeden Fall der direkte Betrieb über USB, fürs Festival braucht man dann schon das Netzteil, das die Buttons & Pads deutlich heller macht. Und es sind auch nicht meine Fotos, einfach weil das Gerät noch ein Beta-Teil war. Wird aber alles zum Release nachgereicht! Im Vergleich zu den APCs aber auch den Livid-Lösungen kann ich nur sagen, dass da Welten dazwischen liegen, Push ist wesentlich intuitiver und direkter.

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  7. sendform

    Audio- und MIDI-Spuren in Ableton Live lassen sich ja zu Gruppen-Spuren zusammenfassen.

    Unterstützt bzw. erkennt denn Abletons ‘Push’ Gruppen-Spuren?? Die Akai APC-40 streicht da leider bisher die Segel.

    Schöne Grüße.

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  8. (muss)

    Stichwort direkt:
    Reaktionsgeschwindigkeit – auch wenn Du nur ne Beta hattest – ist sie unmittelbar oder gibt es Gedenkmomente(?), wie beim Launchpad, was für mich ein KO-Kriterium war.
    Non-Ableton-Modus. Gerade die APC hat mich mächtig verärgert, weil sie unter anderen Programmen total sinnlos ist. Note Mode? Fehlanzeige. Als wäre, dass jetzt ein Problem. An sowas wie Mehrwertsteigerung denken die Jungs bei Akai nicht. Die glauben, wir benutzen auch nur das ein Programm…
    Kann man bei Push hoffen? Gerade beim stolzeren Preis um so angebrachter eigentlich.
    Die Farben im Detail: Ist ein Dunkelrot von normalem Warnleuchtenrot zu unterscheiden? Wie gut klappt die Differenzierung wirklich? Ich will mir ja kein Film drauf angucken aber ne realistische Einschätzung von wegen “Wow! Bei meinem großen Liveset erkenn ich jetzt anhand der Farben, wo ich gerade bin, statt einfach nur am Anordnungsmuster der Clips, wie vorher bei der APC 20″ oder “So schön man sich’s vorstellt mit farbigen Clips – wirklich mehr Durchblick ist nicht automatisch drin” wäre toll.

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  9. (muss)

    und noch eine:
    Auflösung der Drehgeber. Werden hier nur die üblichen 128 stufigen CCs geschickt, oder gehen feinfühligere Aktionen?

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  10. Merano

    “Eine wirklich zufriedenstellende Lösung für Ableton Live gab es bislang nicht,”

    Dieser Satz geht mir nicht in den Kopf. Ich verstehe nicht welche Lösungen den bisher nicht zufriedenstellend waren? Das Launchpad? Das APC20/40? jeder X-beliebige Midi Controller, den man mittels “User Remote Script” anpasst? Das sind nun alles keine zufriedenstellenden Lösungen, sondern nur teurer Elektroschrott, den man umsonst gekauft hat und der es nicht tut? Warum habt ihr uns bei der Vorstellung des APC40 nicht gesagt, das das nur Dreck ist, sondern im Gegenteil. das Ding auch noch hochgejubelt?

    Weil nun Push gekommen ist, das alles regelt ist es nun alles Dreck?

    Also ich finde Push sieht auf der Bühne genauso albern aus wie Mausschubsen und der Noteneinspielmodus erinnert mich Toyklavier für Vierjährige.

    Ich glaube euch kein Wort mehr!!!

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  11. Benjamin Weiss

    @Merano: Die APC war als sie erschien (2010) auf jeden Fall die beste Methode, Live fernzusteuern, allerdings mußte man immer noch hin und wieder auf den Bildschirm gucken, das war, was ich damit meinte. Der Satz wurde auch ein wenig gekürzt (muß man manchmal tun in einem Magazin, wegen Platz und so). Für mich sind Controller-Lösungen, bei denen man zusätzlich auf den Bildschirm gucken muß tatsächlich nicht zufriedenstellend, da kann man natürlich anderer Meinung sein.

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  12. Merano

    “Für mich sind Controller-Lösungen, bei denen man zusätzlich auf den Bildschirm gucken muß tatsächlich nicht zufriedenstellend”

    Dann würde ich an deiner Stelle vom Computer weggehen und mir eine entsprechende reine Hardware Lösung zulegen. Selbst Push wird da für deine Zwecke irgendwann nicht mehr ausreichen und du wirst auf den Bildschirm gucken bzw die Maus benutzen.

    Ich finde es Praktisch, das der Bildschirm eine Menge Infos ausgeben kann, deshalb bevorzuge Computer und Software.

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  13. Benjamin Weiss

    @ (muss) & sendform: Die Auflösung ist definitiv höher als 128 und die Drehregler und Pads reagierten flott und direkt. Die Farben der Pads waren sehr nahe an den tatsächlichen Clipfarben, insofern lassen sich Clips durchaus auch optisch unterscheiden. Was die Unterstützung von anderen Programmen angeht, kann ich nicht allzuviel dazu sagen, als ich das Teil in der Hand hatte, war es einfach noch nicht soweit. Da man aber auch externe MIDI-Geräte via Push steuern kann, gehe ich davon aus, dass da mehr geht als bei der APC. Wie gesagt, sobald Push fertig ist, gibt es hier ein Update.

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  14. Benjamin Weiss

    @Merano: Mir geht es dabei weniger ums Produzieren, sondern vor allem um die Bühne (worauf sich mein Satz ja auch bezieht). Ich brauche definitiv einen Rechner im Studio und auch auf der Bühne nutze ich den seit ein paar Jahren, aber da will ich tatsächlich keine Maus in die Hand nehmen oder in den Bildschirm starren, was aktuell tatsächlich nur mit NIs Maschine (wenn man sie Standalone benutzt), oder iPad-Lösungen wie touchAble oder Griid möglich ist, die die nötigen Infos anzeigen.

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  15. Urs

    Eine Frage was ist eurer Meinung besser von Nativ Instruments die Maschine oder das Ableton Push????

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  16. Heinrich Zwahlen

    Eine gelungene Kombination von Funtionen. Der Browser in Live 9 ist und bleibt poblemtisch.:kann ich iregendwie File vom Finder vorhōren ohne gleich alles zu scannen ? Was mir bei Push auch fehlt ist die Step Automation wie wir sie bei Maschine haben.

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  17. Jakob

    Erstmal vorweg:
    Hier wird ja echt schlimmer gestänkert als in einem steirischen Hinterlandwirtshaus. Dass man sich nicht einfach drüber freuen kann, dass im (Online) Magazin seiner/ihrer Wahl so ein Artikel erscheint…!?

    Was mich angeht werd ich dem Push auf jeden Fall ein Chance geben. Ich persönlich bin bislang nicht so sonderlich überzeugt von den in Live integrierten Effekten. Eigentlich vor allem auf den Hall bezogen, den find ich grausig und man hört ihn heutzutage an allen Ecken und noch dazu wirklich aus jeder Produktion raus.
    Ich kann mich nicht erinnern, schon mal irgendwo davon gesehen oder gelesen zu haben, dass mit dem Push auch externe (Effekt) Plugins angesteuert werden können, das fänd ich aber auf jedenfall noch fein.
    Ich sehe Push aber auch ehrlich gesagt mehr als “Instrument” weniger als Controller. Für einen Controller fehlen meines Erachtens wichtige Features wie Fader. Nach meinem Verständnis ist ein Controller ja dazu da, eine Software zu STEUERN. Push dient dazu aber nur bedingt und wird damit auch eigentlich gar nicht beworben.

    Und was ich noch dazu sehr sehr schade finde, ist dass Push nciht lückenlos kompatibel mit früheren Versionen von Live zu sein scheint. Hab ich zumindest auf irgendeinem Blog gelesen.
    Das macht es für mich schon ein bisschen unattraktiver, vor allem weil es eine nicht gerade nutzerfreundliche Firmenpolitik andeutet. Wenn Push nutzen willst musst du halt auch Live 9 kaufen. Und ganz ehrlich? Auf die meisten neuen Funktionen wie Audio to MIDI, Automation im Session-View und curved Automation kann ich eigentlich verzichten. Ging ja bisher auch irgendwie, oder? ;)
    Außerdem prägt das natürlich schon das Preis-Leistungs-Verhältnis ein bisschen zum Negativen. Es ist zwar Live 9 Intro dabei, aber mahl ehrlich: Intro…

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  18. Marc

    Danke für den kostenlosen Artikel! Hier ist noch ein Thread des Ableton Forums wo viele Fragen zu Push geklärt werden: https://forum.ableton.com/viewtopic.php?f=1&t=186306

    Ich mag das Konzept des Controllers aber bleibe noch skeptisch hinsichtlich der Benutzung mit externen Plugins, in der Werbung wird das wohl bewusst nie erwähnt. Auch bei Live 9 hab ich meine Zweifel ob Ableton sich nicht lieber auf Kernfunktionen (Stabilität, Effektqualität, …) konzentrieren sollte anstatt den Funktionsumfang ständig auszubauen. Scheint als wollte man mit aller Gewalt mehr Kunden ansprechen, wichtige Updates gibt es eher nur häppchenweise.

    Offen gesagt gibt es aber für mich derzeit noch keine Alternative, dafür ist mir die Session View zu wichtig. Konkurrenz seitens Bitwig tut den Jungs jedenfalls ganz gut :) Ich werde erst mal Push ein paar Wochen testen bis ich die endgültige Kaufentscheidung fälle. Der Workflow entscheidet.

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  19. Martin

    wann erscheint denn diese Maschine denn endlich ???

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  20. Kashmir

    Eigentlich wollte ich hier ja meckern, aber da der APC 40 anscheinend auch nicht viel günstiger geworden ist, kann man des Ding sicherlich kaufen, wenn man neue Hardware für Ableton sucht.

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