Arpeggiator und Chorder de Luxe

consequence

Ein umfangreicher Arpeggiator mit eigener Klangerzeugung: Das hört sich zunächst nicht wirklich revolutionär an und ist auch eine glatte Untertreibung. Der erste Blick auf die Oberfläche erschlägt einen geradezu angesichts der vielen Parameter. Aber das gibt sich recht schnell, sobald man loslegt …

von Benjamin Weiss aus De:Bug 130

Übersicht
Die Oberfläche von Consequence besteht aus insgesamt neun Sektionen, ganz oben finden sich die drei verschiedenen Instrumente, die man mit wenigen Parametern (Age, Crush und Pan sowie einer ADSR-Hüllkurve) bearbeiten kann. Die Grundtonhöhe lässt sich in fünf Oktaven einstellen. Per Button kann man zu den Effekten umschalten: Hier gibt es die Standards Reverse, Chorus, Phaser, Delay und Reverb, die jeweils drei Parameter bieten und global zugeschaltet werden können. Gleich darunter geht es los mit den Sequenzern: Der erste dient der Modulation und kann als Ziele Parameter der drei Instrumente, aber auch das Filter und die Effekte haben. Darunter kann man pro Step bestimmen, wie die Sequenz gespielt wird: Glide, Ocatve, Tie, Mode und Trigger stehen hier zur Verfügung. Mit Octave lassen sich pro Step unterschiedliche Oktaven festlegen, per Mode wird festgelegt, wie die Steps gespielt werden: als Akkord oder als Arpeggiofolge (wahlweise auf-, absteigend oder als Wiederholung der letzten Note). Mit Trigger kann man einen Step auch mehrfach antriggern, um Stottereffekte in die Sequenz einzubauen.

Der nächste Sequenzer ist für das Gateverhalten zuständig: Hier werden die Velocity-Daten für die einzelnen Steps dargestellt, also ob und wie laut eine Note gespielt wird. Darunter werden die Akkorde festgelegt, die jeder einzelne Step spielt. Insgesamt lassen sich 16 verschiedene Akkorde selbst definieren, man kann sie aber auch über ein MIDI-Keyboard einspielen. Außerdem bietet Consequence selbst eine ziemlich große Auswahl an Akkorden als Presets an, eigene Kreationen lassen sich ebenfalls abspeichern. Jeder der Sequenzer bietet Buttons, die es erlauben, die Sequenz schrittweise nach vorn oder hinten zu verschieben. Die einzelnen Sequenzen können auch direkt über ein Keyboard ausgelöst werden, bis zu 24 lassen sich so auf einzelne Noten legen.
Die Ergebnisse sind immer wieder ziemlich überraschend, schnell lassen sich interessante musikalische und rhythmische Strukturen entwickeln, auf die man sonst wohl eher nicht gekommen wäre.
Sugar Bytes ist mal wieder ein prima Jamtool als PlugIn gelungen, das nach kurzer Einarbeitung extrem viel Spaß macht und auch, wenn man denn unbedingt mit dem Laptop Livesets bestreiten will, sehr livetauglich ist, denn die Prozessorbelastung ist erfreulich gering. Die mitgelieferten Sounds sind guter gehobener Standard, wer will, kann Consequence aber auch als reine Sequenzschleuder benutzen, da es auch MIDI-Daten ausspuckt. Lohnt sich!

Sugar Bytes

Preis: 149 Euro

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