Ein Drumsynthesizer im VST Format weckt zunächst keine größeren Begehrlichkeiten, mit dem integrierten Sequenzer wird Utonic dann aber schlagartig interessanter, denn auch der Klang kann durchaus überzeugen.
von Benjamin Weiss aka Nerk

Übersicht
Gleich in der obersten Reihe befinden sich die Buttons für die bis zu 8 Drumsounds, die wenn sie gespielt werden grün aufleuchten und einzeln gemutet werden können. Beim Anwählen per Klick öffnet sich darunter das jeweilige Parameterfeld: jeder Utonic Sound besteht aus einem Oszillator und einem Noisegenerator die im Mixer zusammengeführt werden. Jeder Oszillator besitzt wahlweise die Wellenformen Sinus, Sägezahn und Dreieck. Darunter können Decay sowie die Grundfrequenz des Oszillators von 20 Hz bis 20 kHz festgelegt werden. Schließlich können noch die Hüllkurve für die Oszillatormodulation sowie Rate und Amount der Modulation bestimmt werden, die über Velocitywerte oder Accent auf den Sound wirken. Der Noisegenerator kommt ebenso mit Reglern für die Grundfrequenz und den Decay: darüber hinaus bietet er noch Attack, drei Hüllkurvenformen und drei Filtermodi.
Gleich darunter befindet sich der Sequenzer, der sich recht nahe an dem Aufbau von Reasons Drumsequenzer orientiert: direkt in der Übersicht gibt es eine Lauflichtprogrammierung mit sechzehn Steps. Ein Pattern kann bis zu 16 Steps in der Auflösung 1/8, 1/8T, 1/16, 1/16 T und 1/32 haben. Für längere Patterns lassen sich mehrere von ihnen chainen. Eine Sequenz kann aber auch eine beliebige Anzahl von bis zu 16 Steps haben, die Länge kann dabei über der Lauflichtprogrammierung festgelegt werden. Schließlich gibts pro Step noch Accent und Fill und einen Schieberegler für Swing. Im Mixer lassen sich neben dem Verhältnis von Noisegenerator zu Oszillator schließlich noch einer von zwei Ausgängen auswählen, die Lautstärke bestimmen sowie ein Distortion zuschalten, dazu gibts noch einen einfachen EQ und eine Panningmöglichkeit.

Performance, Bedienung und Sound
Erfreulich genügsam ist Utonic, was die Prozessorleistung angeht, so daß man ihn problemlos auch auf älteren Rechnern einsetzen kann.Die Bedienung ist ebenso übersichtlich wie auch selbsterkärend: schnell erschließen sich alle Funktionen und man kann loslegen, den Sound kann ich nur als klar und druckvoll beschreiben. Kurz: nicht teuer, macht Spass und funktioniert gut!

Info & Demodownload: http://www.soniccharge.com
Preis: 69 $
Systemvorraussetzungen
Mac: 500 Mhz G3, VST 2.0, OS X 10.2
PC: 500 Mhz Pentium 3, Windows 98, 2000, ME, XP, VST 2.0

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