Das kleine Schwarze zum Mitnehmen

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Die MPC 500 ist die MPC für die, na sagen wir, geräumige Jackentasche, da sie schön klein ist und auch mit Batterien läuft. Was sie sonst noch so kann? Weierlesen.

von Nerk aka Benjamin Weiss aus De:Bug 109




Übersicht
Schon beim Auspacken wird deutlich, dass die neue MPC nicht nur klein, sondern auch wesentlich dünner als die 1000er ist. Die Anschlüsse sind auf das Nötigste reduziert: Midi In und Out, Stereo-Klinke rein (auch als Mic Eingang schaltbar) und raus, Kopfhörerausgang, dazu ein USB-Anschluss zum Füttern der CF-Karte, der Anschluss für das externe Netzteil sowie ein Schalter zum Deaktivieren der blauen Hintergrundbeleuchtung, um im Batteriebetrieb Strom zu sparen. Für etwa drei Stunden intensivsten Programmierens reichen die 6 Mignon-Batterien aus, dann muss die MPC 500 entweder neue bekommen oder mit dem externen Netzteil angeschlossen werden.

Oberfläche
Durch den Formfaktor hat die kleine MPC im Gegensatz zu den großen Geschwistern nur 12 Pads, die dafür aber die gleiche Größe wie die der 1000er haben. Außerdem gibt es nur einen Q-Link-Fader, mehr hätte man aber auch beim besten Willen nicht unterbringen können. Das Display ist mir persönlich etwas zu klein geraten, zwei Zeilen sind heutzutage auch eigentlich echt nicht mehr zeitgemäß. Sei’s drum, die Navigation ist dafür trotzdem gut gelungen und ziemlich logisch, man muss sich halt vor allem auf die Ohren verlassen.

Sequenzer & Effekte
Der Sequenzer kommt mit maximal 48 Tracks pro Sequenz, der Q-Link kann Tune, Filter und Level steuern. Zwei Effekte gibt’s gleichzeitig, zur Auswahl stehen Bit Grunger, 4 Band EQ, Compressor, Phase Shifter, Tremolo, Flying Pan, Reverb, Delay, Chorus und Flanger. Als Mastereffekte gibt’s den bekannten 4-Band-EQ und einen Kompressor.

Kompatibilität
Vermutlich beruht die MPC 500 im Inneren auf dem gleichen Chip wie die größeren Geschwister, da sie mit dem gleichen Ram-Bausteinen auf 128 MB Ram aufgerüstet werden kann und auch MPC-1000 und MPC-2500-Programme lädt. Die muss man sich wegen der neuen Padbelegung aber erst mal neu zurechtstricken, da ja pro Programm nicht mehr 64 Pads, sondern nur 48 genutzt werden können.

Bedienung & Sound
Die Bedienung ist, wenn man sich darauf einlässt, auch trotz des zu kleinen Displays relativ intuitiv und schnell, da hat sich Akai mal wirklich Gedanken gemacht. Die Batterielaufzeit könnte natürlich etwas länger sein, aber 3 Stunden bei intensiver Benutzung ist schon ganz okay. Schade nur, dass die MPC 500 kein integriertes Akkuladegerät hat, denn so muss man das auch immer noch mitschleppen. Der Formfaktor ist aber ansonsten ziemlich praktisch: Wo immer man ist, kann man jetzt problemlos Beats machen oder sampeln, ohne an die Steckdose gefesselt zu sein. Die unverbindliche Preisempfehlung von 879 Euro ist zunächst abschreckend, allerdings ist der reale Preis mit momentan ca. 599 Euro deutlich niedriger und durchaus gerechtfertigt. Bugs gab’s auch in der aktuellen 1.10 Version noch: So kann es bei längeren Samples (ab 2 Takte) zu einer Verringerung der Polyphonie kommen, allerdings tritt der Bug nicht zuverlässig immer auf, was auf einen Fehler im Betriebssystem hoffen lässt.
Der Sound der kleinen MPC erschien mir im Vergleich mit der MPC 1000 mit der gleichen Einstellung zwar leiser, aber irgendwie auch ein klein wenig besser, da gibt es also nichts zu meckern. Insgesamt ein prima Mobilitytool mit kleineren Kinderkrankheiten, das Spaß macht und in jedes Handgepäck passt. Und schicker als ein Laptop isses eh …

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Info: Akai
Preis: uvP: 879, Straße ca. 599

4 Responses

  1. dr-w

    hat das ding jetzt irgendwer schon?
    wie ist die meinunk?
    rocktz oder ist die kiste eher bloed?

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  2. nerk

    rockt schon eher, blöd is nur das display, muss man erstma lernen, dass man da nicht wirklich was ablesen kann.

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  3. Houston

    meine erste mpc begegnung kann trotzdem voll arbeiten nach ner halben woche und rockt………

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