Elektromagnetische Pianos a la Fender Rhodes erfreuen sich nach wie vor größter Beliebtheit, sind im Original aber sehr empfindlich und ziemlich sperrig. Grund genug für Native Instruments, das Fender Rhodes MK I und MK II sowie das Hohner Clavinet und das Wurlitzer Piano A 200 in ein Stück Software einzudampfen.
von Benjamin Weiss aka Nerk

Übersicht
Das NI Elektrik Piano kommt mit einer formschön gestalteten Oberfläche, die die Draufsicht auf ein “typisches” elektromagnetisches Piano mit Tastatur repräsentiert. An Drehreglern gibts neben Volume, Panning und Tuning noch vier weitere, die nach dem jeweils geladenen Patch und Instrument ihre Funktion ändern. Insgesamt stehen pro Instanz 8 Slots zur Verfügung, in die die jeweiligen Patches eingeladen werden können. Den Slots lassen sich verschiedene MIDI Kanäle zuweisen, ausserdem kann die Polyphonie (maximal bis 256 Stimmen pro Slot) hier eingestellt werden. Für Live Keyboarder ist ausserdem noch interessant, dass sich die Velocitykurve auf das jeweils benutzte Keyboard hin einstellen lässt.

Performance, Bedienung und Sound
Die Performance hängt zunächst extrem von der Größe des Arbeitsspeichers ab, da einzelne Patches bis zu 800 MB (!) gross sein können. Um trotzdem vernünftig mit grossen Samplepatches arbeiten zu können, gibt es die sogenannte DFD – Erweiterung, mit der immer nur ein Teil des Patches in den Arbeitsspeichers geladen und der Rest von der Platte gestreamt wird. Ohne DFD – Erweiterung macht es also kaum Sinn, das Elektrik Piano zu benutzen. Die Bedienung ist denkbar einfach, der Sound extrem detailgetreu (siehe Patchgrößen!) und angenehm warm und voll. Da das Elektrik Piano auf Kontakt basiert, lassen sich die Patches auch in Kontakt einladen, wo man sie noch weiter editieren kann.

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Preis: 199,- Euro
Info:
http://www.nativeinstruments.de
Systemvoraussetzungen:
Mac:
Mac OS 10.2.6 oder höher, G4 867 MHz, 512 MB RAM
PC:
Windows XP, Pentium III/ Athlon 800 MHz, 512 MB RAM
2 GB freier Festplattenspeicher erforderlich
199,00 Euro

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