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Die drei Volcas von Korg waren definitiv die größte News der Musikmesse, wir konnten sie letzte Woche ein bisschen ausprobieren, denn Tatsuya Takahashi von Korg, der schon maßgeblich an der Entwicklung der monotron-Reihe und der Monotribe beteiligt war, war in Berlin und schaute mit den drei ersten Volcas im Gepäck bei Peter Kirn (CDM) im Studio vorbei.


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Volca Beats
Volca Beats hörte sich auf der Musikmesse über die integrierten Lautsprecher (und die leider auch etwas mittelmässigen angeschlossenen Kopfhörer) eher unspektakulär an, was sich in einer Studioumgebung aber glücklicherweise als Trugschluß erwies: die volle, runde analoge Bassdrum mit ordentlich Bass traut man der kleinen Box auf den ersten Blick nicht zu. Der Touchstrip (den sich der Beats auch mit den anderen Volcas teilt) ist ein deutlicher Schritt nach vorn im Vergleich zur Monotribe und reagiert sehr genau und flott, so dass sich im Vorüberwischen schnell Steps hinzufügen oder löschen, oder einzelne Drumsounds muten lassen. Per Step Jump kann man synchronisiert zwischen zwei Steps hin und herwechseln, Active Step wie bei der Monotribe gibt es auch. Das alles geht tatsächlich schneller und intuitiver als mit herkömmlichen Buttons, wie man sie von anderen Drummachines gewohnt ist.

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Volca Bass
Auch der Volca Bass überrascht mit sattem Sound, der nicht nur 303-artige Sequenzen liefert, sondern sehr viel vielfältiger klingen kann, denn er kommt mit drei unabhängig voneinander steuerbaren VCOs.

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Volca Keys
Der zweite Synthesizer der Volca-Reihe hat einen ziemlich eigenständigen Sound, der unter anderem durch die Filterschaltung des miniKORG700S aus den Siebzigern zustande kommt, aber auch durch sein integriertes Delay maßgeblich mitbeeinflusst wird. Das klingt sehr ähnlich wie das charmant-trashige Delay des monotron DELAY, wird aber direkt vom Mikroprozessor erzeugt.

Alle drei Volcas überzeugen durch eine sehr direkte Art der Bedienung und trotz der kleinen Oberfläche und Knobs auch eine ordentliche Haptik. Überhaupt sind sie ein deutlicher Schritt nach vorn nach den monotrons und der Monotribe, die im Vergleich dann doch eher Novelty-Geräte waren, vor allem die MIDI-Integration ist gelungen. Neben stabiler MIDI-Clock können auch alle digital gesteuerten Parameter per CCs oder direkt im Sequenzer automatisiert werden. Der Sequenzer umfasst bei allen drei Volcas acht Patterns, was zum Jammen auf jeden Fall ausreicht. Aber auch monotrons und Monotribe lassen sich via Sync problemlos einbinden.

Auch bei KOMA Elektronik war Takahashi zu Gast, hier könnt ihr sie zusammen mit den KOMA-Pedalen FT201 und BD101 sehen:

Bei uns sollen die Volcas ab Juli/August zu haben sein.

Preis: je 166 Euro

Korg

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