Nach Virtual Guitarist 1 & 2 sowie den Schlagzeugern Groove Agent 1 & 2 kommt nun der Bassspieler, Virtual Bassist von Steinberg.
von Benjamin Weiss aka Nerk

Übersicht
Virtual Bassist ist aufgeteilt in die Fenster Play (mit naturidentischer Bassgitarrenabbildung), Groove Match und Amp & FX. Direkt am Bass lässt sich die Anzahl der Bassseiten auswählen (4 oder 5) rechts daneben finden sich diverse Abspielparameter, wie man sie schon aus Virtual Guitarist kennt. So kann der Swing verändert werden, die Geschwindigkeit zwischen halber, normaler und doppelter Geschwindigkeit eingestellt sowie Variance (Variantenreichtum) und falls nötig die Sequenz auch noch vor- oder zurückgezogen werden. Zusätzlich kann der Charakter der Nebengeräusche ausgewählt, sowie eine einfache Compression, Drive und der Volumeregler eingestellt werden. Rechts daneben gibts sich eine Liste mit den Styles (von Samba Pop über 60s Soul bis hin zu Power Pop findet sich eine illustre Auswahl mehr oder weniger gelungener Stilistiken), daneben unter Parts die auf die Miditastatur verteilten jeweiligen Parts des Styles. Mit aktivierter Chord Recognition kann der Virtual Bassist auch die passenden Basslines zu den über Midi gespielten Akkorden erzeugen.
Um den Groove genau anpassen zu können gibts die Groove Match Page. Hier werden die gespielten Noten in einem Taktraster dargestellt und können individuell vor oder zurückgezogen werden, wobei Virtual Bassist bei überlappenden Noten wahlweise eine löscht oder verkürzt.
Ebenfalls auf der Groove Match Page gibts die sieben Modifiers mit je zwei Varianten, mit denen man schnell Variationen von Parts und Fills erzeugen kann.
Amp & FX beherbergt eine feste Auswahl von Effektgeräten (Octaver, BassTremolo, WahWah, Distortion, Chorus/Flanger, Stereokompressor und eine Speakersimulation sowie eine Art Mastereffekt mit 3Band EQ) die mit einem Haufen Presets kommen, aber natürlich auch selbst eingestellt werden können. Von der Qualität her kommt die Effektsektion nicht ganz an die von Native Instruments Guitar Rig ran, klingt aber insgesamt recht gut und ist auch separat als Effektplugin nutzbar.

Performance & Sound
Okay, bei diesen musikalischen Vollautomaten gehen die Meinungen natürlich extrem auseinander, was für einen Sinn das denn machen soll. Sieht man das Ganze aber nicht unbedingt als Emulation wirklicher Spieler und läßt den Realismusgedanken mal ein klein wenig außen vor (obwohl ich schon den einen oder anderen im Reality Check mit Virtual Bassist täuschen konnte), so ist Virtual Bassist sowohl ein ordentliches Soundmodul für Basssounds mit guter Effektsektion als auch eine Art Preview für das, was der “echte” Bassspieler spielen würde. Schade nur dass Virtual Bassist (noch?) kein Midi ausgibt wie das Groove Agent tut.

Preis / Leistung ****
Sound ****
Bedienung ****
Info:http://www.steinberg.de
Preis: 239,- Euro
Systemvorraussetzungen:
Mac: ab G4 867 MHz, 384 MB RAM, OSX 10.3.3
PC: ab Pentium/Athlon 800 MHz, 384 MB RAM, Windows 2000 oder Windows XP Plattformen: VST, Dxi, AU und ReWire (Stand Alone)

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