Mit Groove Agent, von Wizoo für Steinberg entwickelt wurde die erste Runde der virtuellen Drum Player eingeläutet, die zweite besteht aus den virtuellen Perkussionisten Latigo und Darbuka.
von Benjamin Weiss aka Nerk

Während Darbuka Sounds und Patterns aus dem arabischen Raum und dem mittleren Osten featuret ist Latigo für Latin Percussion zuständig. Wie schon bei Groove Agent wurden die Patterns von “echten” Drummern eingespielt, die Plug Ins unterscheiden sich nur in der grafischen Oberfläche.

Übersicht
Die Oberfläche gliedert sich in die Bereiche Play, Mix und Edit. Die Loops sind in Styles geordnet und werden über Note On Befehle getriggert, wobei die Tonhöhe über das angetriggerte Instrument / die gleichzeitig zu hörenden Instrumente entscheidet. Bis zu vierzehn Einzelausgänge lassen sich für die Ausgabe nutzen.
Im Play Fenster kann zunächst die Geschwindigkeit des Loops definiert werden: normal, doppelt und halb so schnell. Daneben gibts den Schieberegler für den Variationsreichtum des Instruments, einen für die Tightness des Timings, für den Swing sowie die Möglichkeit, das Pattern in 16tel, 8tel und 4tel zu quantisieren oder unquantisiert zu lassen. Über drei Buttons lassen sich hohe, mittlere und tiefe Percussions an- und ausschalten. Gleich daneben kann ein einfacher Hall zugeschaltet werden, wofür 15 verschiedene Algorithmen und und die Parameter Time und Mix zur Verfügung stehen. Dann gibts noch einen zweibandigen Equalizer und schließlich die Dynamics Sektion mit der sich die einzelnen Instrumente komprimieren lassen.
Ganz unten gibts eine grafische Darstellung der Instrumente die per Button auch gemutet oder solo geschaltet werden können.
In der Mix Sektion lassen sich die einzelnen Instrumente per Drag & Drop im Stereofeld positionieren, in der Lautstärke ändern, mit einem einfachen dreibandigen EQ versehen, Einzelausgängen zuweisen und einer Limitersektion zuführen.

Performance, Bedienung & Sound
Die Performance ist angesichts der Möglichkeiten wirklich gut, die Ladezeiten erfreulich kurz.
Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend und logisch aufgebaut. Beim Sound hat Wizoo sich viel Mühe gegeben, die Percussionsounds können alle überzeugen und selbst die internen Effekte klingen recht ordentlich. Auch die Auswahl der aufgenommenen Rhythmen ist reichhaltig und abwechslungsreich. Klar ist es etwas völlig anderes, mit einer echten Percussiongruppe zu arbeiten, aber sowohl Darbuka als auch Latigo machen Spass und bieten viele Möglichkeiten, die Loops zu bearbeiten und das auf eine ressourcenschonende Weise, denn es werden nicht komplette Audioloops, sondern Einzelsounds und deren Mididaten in den Arbeitsspeicher geladen. Schön wäre natürlich, wenn die dahinterstehende Engine auch mit eigenen Sounds und Sequenzen füllbar wäre, aber vielleicht hat man das bei Wizoo ja schon in Planung…
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Info & Demodownload:

http://www.wizoo.com

Latigo

Darbuka

Preis: je 199,- $
Systemvorraussetzungen:
Mac: OS X 10.3.2, ab G3 500 MHz, VST-, AU- oder RTAS Host, 256 MB RAM
PC: Windows XP, ab PIII 500 MHz, VST –Host, 256 MB RAM

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