Die dunkle Seite der Psychedelic hat über die Jahre seit Velvet Underground oder dem dritten Big-Star-Album nichts an Faszination auf Menschen mit Attitude und Lofi-Ausrüstung verloren. Das Berliner Trio “Floating Di Morel” hat diese Art von 60s-Coolness, die an schwarzen Röhrenjeans hängt, auf ihrem Album ohne großes Aufhebens aus der Retro-Grube befreit. in den 80ern gab es eine Retropsychedelic-Bewegung, die das New-Wave-Cool – zackige Elektronik ohne Emotionalität – mit dem 60s-Noir-Cool – schleifende Gitarren ohne Emotionalität – mit ihren Flohmarktcasiofenders kurzschloss. Floating Di Morel machen da weiter, eleminieren die Gitarre und hören sich mit diesem kleinen Trick so verdammt aktualisiert an, dass man sie sich glatt im Vorprogramm von Apparat oder Martinique oder so vorstellen könnte. Nicht umsonst ist auf dem Cover neben den 60s-Geheimhelden Skip Spence und Moondog auch Green Velvet portraitiert.
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jeep

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